Mann verliert seinen Penis nach Routine-Operation

Thurrock (England) - Für Andrew Lane (63) ist Sex erstmal kein Thema mehr. Der Engländer verlor seinen Penis nach einer Routine-Operation.

Der Engländer verlor nach einer Routine-Operation sein Glied. (Symbolbild)
Der Engländer verlor nach einer Routine-Operation sein Glied. (Symbolbild)  © 123RF

Der 63-Jährige litt unter Prostata-Krebs und legte sich im März unters Messer. Während der bösartige Tumor erfolgreich entfernt werden konnte, kam es beim Eingriff zu einem Zwischenfall, der aber nicht gleich entdeckt wurde.

Während der Operation wurde der Darm des Patienten aus Versehen durchstochen. Dadurch erkrankte Andrew Lane an einer nekrotisierenden Fasziitis.

Dabei stirbt in kurzer Zeit die betroffene Haut komplett ab. Stoppt man die Infektion mit fleischfressenden Bakterien nicht schnell genug, indem man das Gewebe entfernt, kann die Krankheit tödlich enden.

Die Ärzte entdeckten den schrecklichen Pfusch bei Lane erst sechs Tage nach der Tumor-Operation.

Obwohl man ihn sofort in eine Klinik brachte, konnte der Penis des 63-Jährigen nicht mehr gerettet werden. Die Infektion verursachte einen derartigen Schaden, dass ihm laut Daily Mail nur noch eineinhalb Zentimeter des Gliedes blieb.

Vor allem die Beziehung des Engländers leidet unter dem Verlust des Penisses

Der Mann infizierte sich mit fleischfressenden Bakterien. (Symbolbild)
Der Mann infizierte sich mit fleischfressenden Bakterien. (Symbolbild)  © 123RF

Außerdem musste man das infizierte Gewebe, was seinen Magen bedeckt, entfernen. Mit grausamen Folgen: "Weil ich kein Muskelgewebe mehr habe, hängen meine Eingeweide einfach rum und ich sehe aus, als wäre ich im neunten Monat schwanger", erklärt der Engländer. Er leidet unter ständigen Schmerzen.

Mittlerweile gab die Southern University Hospital NHS Foundation Trust den Fehler zu und zahlte Lane eine sechsstellige Entschädigungssumme. Doch das Geld wird seinem Verlust nicht gerecht.

Andrew meint: "Ich wurde entschädigt, aber ich werde meine Gesundheit nie zurück bekommen." Die Mediziner hätte ihren Fehler zwar zugegeben, auf eine Entschuldigung warte der Mann aber bis heute. "Zu wissen, dass ein paar Tage eher ein Scan alles verhindert hätte, ist schwer zu akzeptieren."

Richtig schlimm, traf es die Beziehung des Engländers. Kurz nach der Entlassung aus dem Krankenhaus heiratete er seine langjährige Partnerin. "Meine Frau Sue und ich sind seit 18 Jahren zusammen und genossen ein gesundes Sexualleben". Jetzt ist dieses Kapitel aber Geschichte. Frustriert meint der 63-Jährige: "Der Wunsch ist immer noch da, aber das Wenige, das übrig ist, funktioniert einfach nicht mehr."

Andrew weiß, dass seine Frau ihn trotzdem noch liebt, doch er fühlt sich selbst nicht mehr als Mann. Früher war er sehr sportlich und stolz auf seinen Körper. "Jetzt kann ich es nicht ertragen, in den Spiegel zu schauen."


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