Er verbrannte Opfer mit Lötkolben: Folterknecht der Drogenmafia vor Gericht

Mit Axt, Lötkolben und Akkuschrauber: Daniel K. (26) soll bei seinen Opfern schlimme Foltermethoden ausprobiert haben.
Mit Axt, Lötkolben und Akkuschrauber: Daniel K. (26) soll bei seinen Opfern schlimme Foltermethoden ausprobiert haben.  © Harry Härtel/Haertelpress

Chemnitz/Döbeln - Dieser Wachschutzmann soll das Döbelner Drogenmilieu mit den schlimmsten Foltermethoden aufgemischt haben: Daniel K. (26) sitzt seit Montag auf der Anklagebank des Landgerichts.

Wegen erpresserischen Menschenraubs, Freiheitsberaubung und Körperverletzung.

Laut Staatsanwalt hat der Securitymitarbeiter als rechte Hand einer Döbelner Drogenchefin einem Opfer mit einem Akkuschrauber durch die Hand gebohrt, ein anderes soll Daniel K. mit Quarzhandschuhen und einem Fleischklopfer verprügelt haben.

"Er würgte mich mit einem Fahrradschloss, zerrte mich daran durch die Wohnung" erinnert sich Drogenkumpane Martin S. (20). "Ich musste meinen Kopf auf den Tisch legen, dann schlug er mit der Rückseite einer Axt zu, stach mir mit einem Messer in den Ellbogen. Das hieß dann ‚Therapiestunde‘."

Ihre Fehler sollten die Opfer danach in ein rosa Hello-Kitty-Tagebuch eintragen, das sogenannte "Benimm-Buch".

Dass er seine Opfer auch ab und zu mit einem Lötkolben verbrannte, gab der Angeklagte am Montag zu. "Ich habe auch zugeschlagen, meist wenn einer geklaut hat. Warum ich misshandelt habe, weiß ich nicht mehr. Wenn ich Crystal nehme, werd ich kälter, herzlos."

Richter Kay-Uwe Sander ist geschockt: "Das nennt man Folter, was sie da machen." Der Prozess wird fortgesetzt.


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