GIZ-Mitarbeiter wegen Israel-Hetze gefeuert

Frankfurt/Bonn - Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) hat nach Antisemitismusvorwürfen gegen Mitarbeiter Konsequenzen gezogen.

Die GIZ zeigte klare Kante gegen die Facebook-Posts ihrer Mitarbeiter.
Die GIZ zeigte klare Kante gegen die Facebook-Posts ihrer Mitarbeiter.  © dpa/Frank Rumpenhorst

Das bundeseigene Entwicklungshilfe-Unternehmen kündigte einem Mitarbeiter, mahnte einen weiteren ab und ermahnte einen dritten. Das teilte die GIZ am Mittwoch in Eschborn bei Frankfurt mit. Zuerst hatte der Bonner General-Anzeiger darüber berichtet.

Insgesamt acht Mitarbeitern wurde vorgeworfen, sich auf privaten Facebook-Posts antisemitisch geäußert zu haben. Nach Angaben des General-Anzeigers hatte einer eine israelische Fahne mit einem Hakenkreuz statt dem Davidstern gezeigt und dazu geschrieben: "Ich hasse Israel."

Im Post eines anderen hieß es dem Bericht zufolge mit Blick auf die Lage der Palästinenser in den besetzten Gebieten: "Nein, Israel hat nicht jedes Recht auf Selbstverteidigung." In Israel waren Ende März schwere Vorwürfe wegen Antisemitismus gegen die GIZ erhoben worden.

Die GIZ wollte sich am Mittwoch weder zu den Vorwürfen noch zu den einzelnen Fällen äußern. "Wir dulden keinen Antisemitismus", erklärte Vorstandssprecherin Tanja Gönner. Die GIZ sei als Bundesunternehmen zu politischer Zurückhaltung und Neutralität verpflichtet, hieß es in einer Mitteilung.

Mitarbeiter dürften sich deshalb im beruflichen Kontext nicht politisch äußern. Dies gelte auch für soziale Medien, wenn die Aussagen dem Unternehmen zugerechnet werden könnten.

Titelfoto: dpa/Frank Rumpenhorst


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