Keine schwer verletzten Polizisten vor und nach Dynamo-Spiel in Karlsruhe

Beim Fan-Marsch zum Stadion zündeten Dynamo-Anhänger Pyrotechnik. Mehrere Polizisten erlitten Knall-Traumata.
Beim Fan-Marsch zum Stadion zündeten Dynamo-Anhänger Pyrotechnik. Mehrere Polizisten erlitten Knall-Traumata.  © Worbser Sportfotografie

Karlsruhe - Die Vorkommnisse bei der Zweitliga-Partie Karlsruher SC gegen die SG Dynamo Dresden haben deutschlandweit für Aufregung gesorgt. Die Dresdner Fans der SGD hatten sich zu diesem Spiel in ein einheitliches Camouflage-Outfit geworfen und waren als "Football Army Dynamo Dresden" gemeinsam zum Stadion marschiert. Dabei wurden Polizisten und Ordner verletzt. Über die Schwere der Verletzungen hat Polizeisprecher Martin Plate aus Karlsruhe TAG24 Auskunft gegeben.

So wurden beim Marsch aufs Stadion 15 Beamte verletzt, als Dresdner Fans Pyrotechnik zündeten. Die Polizisten erlitten vorwiegend Knall-Traumata, klagten über Schwindel und mussten vor Ort behandelt werden.

Ein stationärer Aufenthalt im Krankenhaus war jedoch nicht notwendig. Bisher sind der Karlsruher Polizei auch keine Krankmeldungen von Betroffenen bekannt.

Die Ermittlungen dauern an. In den kommenden Tagen wollen die Beamten Videomaterial sichten.
Die Ermittlungen dauern an. In den kommenden Tagen wollen die Beamten Videomaterial sichten.  © Worbser Sportfotografie

Zudem teilte die Polizei mit, dass ein weiterer beim Spiel eingesetzter Beamter verletzt wurde.

Die Dresdner Zuschauer hatten damit jedoch nichts zu tun. Der Polizist wurde von einem Polizeipferd attackiert und am Kopf verletzt.

Zudem kam es nach Polizeiangaben am Eingang des Wildparkstadions zu einem Einlasssturm der Dynamo-Fans, die so versuchten, Pyrotechnik ungehindert ins Stadion zu schmuggeln.

Dabei wurden insgesamt 21 Ordner verletzt. Diese trugen Prellungen, Schürfwunden und Hämatome davon.

Einige Sicherheitskräfte klagten zudem über Augenreizungen, weil die Polizei am Einlass Pfefferspray einsetzte, um die Tumulte unter Kontrolle zu bekommen.

Auch hier wurden jedoch keine schwerwiegenden Verletzungen gemeldet.

Die Ermittlungen dauern an. Um die Vorfälle weiter aufarbeiten und auswerten zu können, wurde eine mehrköpfige Ermittlungsgruppe eingeführt. Diese wird in den kommenden Tagen Videomaterial vom Spieltag sichten.


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