Wolfsburg bleibt in Liga 1: Dynamos Stefaniak packt seine Koffer

Marvin Stefaniak (l.) knipste ein Selfie mit seinen fleißigen Umzugshelfern.
Marvin Stefaniak (l.) knipste ein Selfie mit seinen fleißigen Umzugshelfern.  © privat

Wolfsburg - Mit Dynamo Dresden hat er den Aufstieg knapp verpasst. Trotzdem ist Marvin Stefaniak jetzt offiziell Erstliga-Spieler. Zittern musste der 22-Jährige aber lange, dabei hatte er sich in seiner neuen Heimat Wolfsburg bereits eine Wohnung angemietet.

Doch sein neuer Erstliga-Club VfL Wolfsburg machte erst am Montagabend mit dem 1:0-Sieg im Relegation-Rückspiel gegen Braunschweig den Klassenerhalt perfekt.

Dass der Deal mit VW-Club durch dessen Abstieg in die 2. Liga scheitert, befürchtete der optimistische Mittelfeldmann nicht. Immerhin packte Marvin am Vormittag bereits in Dresden seine Sachen. Familie und Freunde halfen, den Umzugswagen zu beladen. Am Abend saß Stefaniak dann mit seinem Vater und seinem Cousin vorm Fernseher und fieberte beim Rückspiel mit.

"Selbstverständlich freue ich mich. Aber es wäre auch schön gewesen, wenn es der VfL ohne Relegation geschafft hätte."

Einen versöhnlichen Abschied hatte Marvin Stefaniak beim letzten Spiel im Dynamo-Dress gegen Arminia Bielefeld.
Einen versöhnlichen Abschied hatte Marvin Stefaniak beim letzten Spiel im Dynamo-Dress gegen Arminia Bielefeld.  © Imago/Hentzschold

Auch bei Dynamo wird man aufatmen.

Schließlich hatte der reiche Bundesligist bereits die zwei Millionen Euro Ablöse überwiesen. Bei einem Abstieg wären sämtliche Vereinbarungen nichtig gewesen. So hat Stefaniaks Fünfjahresvertrag Gültigkeit. "Ich habe immer gesagt, dass es mein Traum ist, einmal 1. Bundesliga zu spielen. Jetzt freue ich mich auf mein erstes VfL-Training."

In Dresden hatte der brillante Techniker zuletzt keine leichten Zeiten durchgemacht. Sogar Pfiffe gab es von den Rängen. Beim letzten Heimspiel wurde Stefaniak dann aber freundlich und gebührend verabschiedet.

"Dynamo ist mein Heimatverein. Hier bin ich groß geworden, hier habe ich das meiste gelernt. Natürlich ist eine Menge Wehmut dabei, wenn man das zurücklässt. Aber es gibt im Leben , in denen es an der Zeit ist, einen neuen Weg einzuschlagen", hatte er zuletzt im Stadionmagazin "Kreisel" gesagt.

Jetzt also geht er den nächsten, großen Schritt in seiner Karriere. Vorher gibt’s aber ganz profane Dinge zu erledigen. „Jetzt werden wir erst mal die Wohnung einrichten. Da gibt’s noch jede Menge zu tun“, sagt Marvin, der mit seiner Freundin nach Wolfsburg zieht. "Wenn das geschafft ist, lege ich erst mal die Füße hoch..."


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