13 Jahre Arminia: Keanu Staude ist ein echter Bielefelder Junge

Staude hat noch einen gültigen Vertrag bis Juni 2020.
Staude hat noch einen gültigen Vertrag bis Juni 2020.

Bielefeld - Keanu Staude (20) hat das geschafft, wovon wie fußballbegeisterte Jungs nur träumen können: Er steht vor dem Durchbruch bei den Profis seines Lieblingsvereins, Arminia Bielefeld. Mit zwei Toren und starken Auftritten in der Saison spielte er sich auch in die Herzen der Fans.

Sein Vater, Frank Staude, kann den Moment des zwischenzeitlichen 5:0 gegen die Braunschweiger Eintracht kaum in Worte fassen: "Das war ein unbeschreibliches Gefühl. Ich hatte eine Gänsehaut. Ich habe an nichts mehr gedacht und es einfach nur genossen."

Seit 13 Jahren trägt Keanu das Trikot des DSC: Angefangen bei den Minikickern hat er es mittlerweile bis nach ganz oben geschafft. "Er ist ein echter Bielefelder Junge", sagt sein Vater. Der 48-Jährige und seine Frau Alexandra unterstützen den Sohn, wo sie nur können: "Vielleicht waren es zwei oder drei Spiele, die wir in dieser ganzen Zeit nicht gesehen haben."

Dass der Weg bis zu den Profis nicht leicht ist, wissen auch seine Eltern: "Die jungen Spieler stehen schon unter Druck, aber Keanu ist ein eher unbekümmerter Typ. Wir haben ihn machen lassen und uns nicht eingemischt. Er hat immer sein Ziel vor Augen gehabt." Dieses Ziel lautet jetzt Dresden; der Club braucht am Sonntag (15.30 Uhr) einen Sieg, um sich aus eigener Kraft vor dem Abstieg in die dritte Liga zu retten: "Die zweite Liga ist für den Verein und die Stadt extrem wichtig."

Staude leitete das Eigentor der Braunschweiger zum 1:0 ein und ließ sich von den Fans feiern.
Staude leitete das Eigentor der Braunschweiger zum 1:0 ein und ließ sich von den Fans feiern.

Besonders beeindruckt sei sein Sohn auch von der Unterstützung der Fans in Bochum gewesen: "Das pusht ihn ungemein."

Es gebe im Moment "nichts Schöneres als in der Stadt, in der er aufgewachsen ist und seine Eltern und Freunde leben, Fußball zu spielen", wird Frank Staude in der Neuen Westfälischen zitiert. In Dresden wird den DSC wohl ein ähnliches Fan-Szenario wie in Bochum erwarten.

Co-Trainer Carsten Rump ist für den 20-Jährigen eine wichtige Bezugsperson: "Ihm und Samir Arabi, der ihm den Sprung zu den Profis mit ermöglicht hat, haben wir einiges zu verdanken." Geschäftsführer Arabi war es wichtig, "dass Keanu seine Leistung aus dem Bochum-Spiel gegen Braunschweig bestätigt hat. Er muss sich jetzt kontinuierlich weiterentwickeln."

Staude selbst war nach dem Sieg zwar glücklich, mahnte aber wie die erfahrenen Spieler zur Vorsicht: "Klar, das ist nicht einfach. Gerade jetzt haben wir 6:0 gewonnen. Wir dürfen nicht überhastet sein. Deswegen jetzt ruhig bleiben und auf Dresden hin trainieren, drei Punkte holen und dann sind wir durch." sagte der 20-Jährige dem TV-Sender Sky.

Staude hat beim DSC noch einen gültigen Vertrag bis Juni 2020. Wenn er so weiter macht, steht einer tollen Fußballerkarriere nichts mehr im Weg.


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