Gewalt-Mob bei Einsatz: Notarzt verliert Kampf um Mann, doch die "Familie" will das nicht akzeptieren

Berlin - Am frühen Freitagabend spielten sich in Berlin-Neukölln dramatische Szenen ab. Die Feuerwehr kämpft unermüdlich um das Leben eines Mannes, doch nach 60 Minuten müssen sich die Retter geschlagen geben. Doch was sich nach TAG24-Informationen daraufhin in der Wohnung abspielt, ist unfassbar.

Einsatzkräfte versammeln sich vor dem Haus in der Siegfriedstraße 58.
Einsatzkräfte versammeln sich vor dem Haus in der Siegfriedstraße 58.

Schnell eilen die Rettungskräfte, darunter auch ein Notarzt, in die Siegfriedstraße 58. Dort finden die Retter gegen kurz nach 19 Uhr einen leblosen Mann vor und leiten umgehend Wiederbelebungsmaßnahmen ein. Eine Stunde lang kämpfen sie um den Mann und die Lage in der Neuköllner Wohnung wird zunehmend bedrohlicher.

Weitere Personen werden gegenüber den Einsatzkräften aggressiv und tätlich. Eine unzumutbare Situation, sodass Verstärkung und Polizei alarmiert werden.

Dass das Leben des Mannes nicht gerettet werden konnte, wollten einige Mitglieder der Familie nicht akzeptieren. So bildet sich ein Mob aus Bekannten und Familienangehörigen vor dem Haus. Gewaltsam versuchen sie sich Zutritt zum Hausflur zu verschaffen, was die mittlerweile anwesende Polizei verhindern kann.

Doch während der gewaltbereite Mob in der Siegfriedstraße unaufhaltsam auf eine Größe von über 70 Personen anwuchs, musste weitere Unterstützung angefordert werden.

Doch warum so eine Eskalation? Bei dem Verstorbenen soll es sich um eine Person aus einer bekannten arabischen Großfamilie handeln bzw. in deren Kreisen verkehrt haben.

Die Polizei vor Ort warnte anwesende Pressevertreter, Fotos zu machen. "Wir sollten nicht mit der Kamera offen arbeiten, weil sie uns nicht beschützen könnten", berichtet unser anwesender TAG24-Reporter.

Die Lage beruhigte sich, nachdem der Arzt eine natürliche Todesursache feststellte. Die Reihen der Betroffenen lösten daraufhin allmählich wieder auf, wie die B.Z. berichtet.

Immer mehr Menschen versammeln sich vor dem Hauseingang und versuchen sich Zutritt zur Wohnung zu verschaffen.
Immer mehr Menschen versammeln sich vor dem Hauseingang und versuchen sich Zutritt zur Wohnung zu verschaffen.
Polizeibeamte sichern den Hauseingang.
Polizeibeamte sichern den Hauseingang.

WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0