Sachsens SEK bei G20: "Wir haben mit Pumpguns geschossen!"

Sachsens SEK-
Chef Sven Mewes
(57): "Der Schusswaffengebrauch
war für uns freigegeben.“
Sachsens SEK- Chef Sven Mewes (57): "Der Schusswaffengebrauch war für uns freigegeben.“  © DPA

Hamburg/Dresden – Bei der G20-Randale im Schanzenviertel räumten das sächsische SEK und eine österreichische Cobra-Einheit an vorderster Front regulären Polizeikräften den Weg frei. Sachsens SEK-Chef Sven Mewes (57) berichtet, wie rigoros vorgegangen wurde.

In der Nacht zu Samstag ging das sächsische SEK gegen die extrem gewaltbereiten G20-Gegner vor, die auf Dächern postiert, den Polizeieinsatz blockierten. Mewes: "Nachdem wir das erste Haus durchsucht hatten, war es mein Gefühl, dass absolute Stille im Schanzenviertel herrschte." Grund dafür sei nicht nur das martialische Auftreten der schwer bewaffneten Spezialeinheiten gewesen.

Sie seien beim Durchkämmen besetzter Häuser auch "sehr, sehr robust vorgegangen“. Denn sie rechneten mit bewaffneten Straftätern. So wurden Türen mittels Munition aus Pumpguns aufgeschossen.

Gegenwehr habe es nicht gegeben. "Wir haben in den ersten beiden Gebäuden auf dem Dach Straftäter stellen können, die sich, als sie uns sahen, sofort ergeben haben."

Jeden mutmaßlichen Straftäter hätten sie "sofort auf den Boden gelegt, gefesselt und anschließend abführen lassen". Bilanz: 13 Festnahmen.

Solche Gewalt habe er auch in mehr als 30 Jahren als Polizist noch nie erlebt. Gefühlsmäßig sei dies daher kein Vorgehen gegen Demonstranten, sondern gegen Rechtsbrecher und mögliche Verbrecher gewesen, so Mewes.

Schwer bewaffnete Spezialeinheiten aus Sachsen und Österreich filzten die Häuser im Schanzenviertel.
Schwer bewaffnete Spezialeinheiten aus Sachsen und Österreich filzten die Häuser im Schanzenviertel.

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