Trauriger Beweis: Deshalb solltest Du Deine Katze impfen, auch wenn sie kein Freigänger ist

München - Ein tragischer Fall der Tierrettung München zeigt, wie wichtig es ist, eine Katze zu impfen, auch wenn sie kein Freigänger ist.

Auch bei Tier-Notfällen zählt oft jede Sekunde. (Symbolbild)
Auch bei Tier-Notfällen zählt oft jede Sekunde. (Symbolbild)  © Alexandr Konovalov/ 123RF

Wie die Tierrettung nun berichtete, musste Katze "Minky" bereits im Januar von den Einsatzkräften in die Klinik der Ludwigs-Maximilians-Universität (LMU) gebracht werden. Es war höchste Eile geboten, denn auf Minkys Nase starb zusehends das Gewebe ab!

Mit einem schwarzen Punkt auf der Katzennase hatte es angefangen, dann konnte man dabei buchstäblich zusehen, wie sie die Nase des Tiers zersetzte.

Da Minkys Zustand sehr labil war, wurde die Katze gleich in die Klinik der LMU gebracht. Auf der Intensivstation zeigte sich, wie schlimm es um die Minky stand. Wie konnte es nur so weit kommen?

Wie sich herausstellte, hatte die Katze zuerst unter einer laufenden Nase gelitten, also Symptome von Katzenschnupfen gezeigt. Ein Human-Apotheker hatte der Besitzerin daraufhin eine Packung zur Floh- und Zeckenprophylaxe mitgegeben.

Die Besitzerin ging der Annahme nach, das Mittel würde gegen die schnupfende Nase ihrer Katze helfen und träufelte das Präparat reichlich auf Minkys Nase. Das war leider ein großer Fehler: Zuerst reagierte die Katze mit Atemnot, dann verschlimmerten sich die Symptome sogar. Außerdem tauchte ein ominöser schwarzer Punkt auf der Katzennase auf.

Die Mitarbeiterin der Tierrettung wurde beim eingehenden Notruf sofort hellhörig, als die Besitzerin ihr von dem Mittel erzählt, das kein Tierarzt verschrieben hatte. Schnell wurde klar, dass das, was die Besitzerin für eine Nasenspülung gehalten hatte, den Wirkstoff Fipronil enthielt. Dieser hilft gegen Flöhe und Zecken, aber nicht bei laufender Nase!

Bei Minky ließ das Mittel das Gewebe absterben und richtete einen fatalen Schaden an. Die Katze musste schließlich von ihrem Leid erlöst werden.

Selbstmedikation und Hausmittel können bei Haustieren tödliche Folgen haben

Katzen sollten geimpft werden, auch wenn sie keine Freigänger sind. (Symbolbild)
Katzen sollten geimpft werden, auch wenn sie keine Freigänger sind. (Symbolbild)  © Franziska Gabbert/dpa-tmn

Die Tierrettung mahnt in diesem Zusammenhang eindringlich davor Haustiere selbst mit Medizin zu handeln.

Auch vermeintliche Hausmittel können bei Tieren mehr Schaden anrichten, als helfen. Bevor selbst experimentiert wird, sollte unbedingt ein Hausarzt verständigt werden. In Notfällen steht die Tierrettung 24 Stunden mit Rat und Tat zur Seite.

Minky litt ursprünglich an Katzenschnupfen. Diese Erkrankungen hätte mit einer Impfung ganz leicht vermieden werden können, so die Experten der Münchner Tierrettung.

Allerdings wurde die Katze nicht geimpft, weil sie ausschließlich in der Wohnung gehalten wurde. Doch nicht nur Freigänger sollten unbedingt gegen die Katzenkrankheit geimpft werden!

Über die Straßenschuhe der Besitzer können Erreger in die Wohnung kommen und die nicht geschützten Stubentiger leicht anstecken, erklären die Experten.

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