Hertha schmeißt einen seiner Capos aus dem Stadion

Die Ostkurve muss in den kommenden Heimspielen auf ihren zweiten Vorsänger verzichten.
Die Ostkurve muss in den kommenden Heimspielen auf ihren zweiten Vorsänger verzichten.  © DPA

Berlin – Harte Strafe von Hertha BSC für einen seiner beiden Vorsänger in der Ostkurve. Der "Kreisel" genannte Capo der Ultras darf mindestens bis Ende dieser Saison nicht ins Stadion.

Grund dafür ist sein Verhalten nach dem Pokalspiel gegen den 1. FC Köln, bei dem er sich offenbar ein einem Platzsturm beteiligt hatte und wohl auch Hertha-Ordner und Mitarbeiter angegangen ist.

Er selber äußerte sich auf einem Flyer zu dem Stadionverbot. Die Zettel wurden während des Spiels gegen Gladbach (2:4) ausgegeben. Darin gibt er zu, dass er nicht ganz zu Unrecht bestraft wird, weil er nach dem Köln-Spiel über die Strenge geschlagen habe: "Ich möchte nicht abstreiten, dass ich mich zu emotional benommen habe, nachdem das Spiel vorbei war", erklärt er.

Er habe sich bei jenen, die er beleidigt hatte, entschuldigt, doch das brachte ihm keine Strafminderung. Er habe sich eine andere Art der Bestrafung erhofft, doch kam bei seiner Anhörung in der Geschäftsstelle des Verein keine Einigung auf ein für beide Seiten vertretbares Strafmaß zustande, berichtet Faszination Fankurve.

Damit bekam der Vorsänger zwei Jahre Stadionverbot, wobei das zweite zur Bewährung ausgesetzt wurde. Die Hertha-Spiele in dieser Saison wird er also definitiv nicht auf dem Zaun sein und die Stimmung in der Ostkurve anheizen.


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