Zoo schließt und lässt Tiere zurück: Einsamer Delfin leidet Höllenqualen

Choshi - Es sind Bilder, die einem das Herz zerreißen: Nachdem ein Zoo in Japan geschlossen wurde, sind noch immer zahlreiche Tiere darin eingeschlossen. Die weltweite Empörung wächst.

46 Pinguine und Delfin "Honey" fristen in dem verlassenen Marinepark ein trauriges Dasein.
46 Pinguine und Delfin "Honey" fristen in dem verlassenen Marinepark ein trauriges Dasein.  © Screenshot YouTube/eikisato.animal.love.

Wegen mangelnder Besucherzahlen wurde der Inubosaki Marine Park in der Stadt Choshi östlich von Tokio bereits im vergangenen Januar dicht gemacht. Ein Delfin namens "Honey", 46 Pinguine und Hunderte Fische und Reptilien blieben zurück.

Wie "CNN" berichtet, würden die Tiere zwar weiterhin regelmäßig gefüttert, erhielten aber sonst keinerlei Pflege oder Zuwendung. Bilder des Aquariums zeigen verdreckte Becken und Gehege. Die Tiere wirken apathisch. Vor allem Delfin "Honey" leidet.

Tierschützer der Organisation "Put An End to Animal Cruelty and Exploitation" (PEACE) entdeckten Narben auf dem Rücken des Tieres. Vermutlich stammen sie von einem Sonnenbrand. Der Aufschrei ist entsprechend groß. Auch wenn eine Kontrolluntersuchung örtlicher Behörden ergeben haben soll, dass alle Tiere lebendig und gesund seien.

Sachiko Azuma von PEACE schlägt Alarm: "Ich habe nicht erwartet, dass die Tiere zurückgelassen werden. Aber auch im Februar konnten die Menschen noch Tiere im Park sehen. Also begann ich zu recherchieren und fand heraus, dass die Verhandlungen zur Übertragung nicht vorangeschritten waren."

Er setzt sich gemeinsam mit Tierschützern vom Animal Rights Center dafür ein, dass "Honey" und die anderen Tiere in ein Schutzzentrum für Meeresbewohner verlagert werden. Da es sich bei dem Zoo um ein privates Unternehmen handelt, sind sie jedoch auf dessen Kooperation angewiesen.

Das Büro des Amtsbezirks Chiba versicherte, man stehe mit dem Marinepark in Kontakt und arbeite daran, einen geeigneten Ort für den Transfer des Delfins zu finden. Bis dahin muss er wohl weiter leiden.


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