Katholische Mutter schreibt Leserbrief über Leggings und hat ungewöhnliche Bitte

Indiana (USA) - Sie sind knalleng, körperbetont und derzeit vor allem bei jungen Menschen beliebt: die Leggings. Doch das umstrittene Kleidungsstück kommt nicht bei jedem gut an. Eine katholische Mutter ließ in einem Leserbrief, der in der Studentenzeitung "The Observer" veröffentlicht wurde, mal Dampf über die hautengen Hosen ab und äußerte eine seltsame Bitte.

Viele junge Mädchen tragen Leggings auch im Alltag. (Symbolbild)
Viele junge Mädchen tragen Leggings auch im Alltag. (Symbolbild)  © 123RF

"Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich diesen Brief schreiben soll", beginnt Maryann White ihren langen Brief, in dem sie ausführlich ihr Problem mit dem modernen Kleidungsstil junger Mädchen schildert. Besonders Leggings sind der katholischen Mutter von vier Söhnen ein großer Dorn im Auge.

Das erste Negativ-Erlebnis mit dem "unbarmherzigen Gewand", wie White die engen Hosen betitelt, hatte sie, als sie mit ihren Söhnen einen Gottesdienst besuchte und hinter einer Gruppe von Mädchen stand, die alle Leggings und dazu ein bauchfreies Top trugen. "Einige von ihnen sahen wirklich aus, als hätte man ihnen die Leggings auf den Körper gemalt. Ich schäme mich für diese Frauen in der Messe", schreibt White in dem Brief.

Besonder schlimm sei dieser Anblick für die Männerwelt, meint die Katholikin. Schließlich hat jeder freie Sicht auf die "fast blanken" Hinterteile der Damen.

Ihre Söhne dagegen wären wohl erzogen und würden einen solch' riskanten Blick nicht wagen, doch White denke da eher an "alle Männer in der Umgebung, die nicht anders konnten, als die Hintern zu sehen."

Üblicherweise trägt man Leggings beim Sport. (Symbolbild)
Üblicherweise trägt man Leggings beim Sport. (Symbolbild)  © 123RF

Zudem versteht die Mutter aus dem US-Bundesstaat Indiana nicht, warum Frauen Leggings mögen können, weil sie bequem sind. Nacktheit sei natürlich bequem, doch gehört es sich nicht, in der Öffentlichkeit nackt herumzulaufen, so White weiter. "Wir wollen als Person und nicht als Körper gesehen werden."

Des Weiteren würden andere Menschen dazu genötigt werden, diesen unschönen Anblick zu ertragen. "Das sind nicht nur meine Söhne - es sind auch die Väter und Brüder deiner Freunde, die männlichen Schüler in deiner Klasse, alle Männer (...)" die das sehen würden.

Dann wendet sich die Mutter direkt an die Studentinnen und bittet sie: "Könntest du beim nächsten Einkauf an die Mütter und Söhne denken und erwägen, stattdessen Jeans zu kaufen?".

Doch wie reagieren die Studentinnen auf den umstrittenen Leserbrief von Maryann White? Wie "BBC" berichtet, hat das kurze Schriftstück für heftige Diskussionen gesorgt. Statt brav den Kleiderschrank auszumisten, beschwerten sich viele Studentinnen über die herablassenden Vorwürfe der Katholikin.

Eine Gruppe von Schülern soll sogar einen "Leggings Pride Day" organisiert haben, an dem dazu aufgerufen wurde, stolz seine Leggings zu tragen. Was wohl die katholische Mutter zu dieser Reaktion sagen würde?


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