Bundesweit Schlusslicht! Landkreis mit geringster Kaufkraft liegt in Sachsen

Görlitz - Die Deutschen werden 2019 mehr Geld für Konsum in der Tasche haben, so eine neue Prognose. Doch Sachsen bleibt abgehängt. Und erneut hat der Landkreis Görlitz die rote Laterne: Nirgends ist die Kaufkraft geringer!

Schön, aber arm. Görlitz ist laut GfK bei der Kaufkraft bundesweit Schlusslicht
Schön, aber arm. Görlitz ist laut GfK bei der Kaufkraft bundesweit Schlusslicht  © Imago

Im Schnitt steigt die Kaufkraft der Deutschen auf 23 779 Euro pro Kopf. Das sind 763 Euro mehr als 2018, so die Kaufkraft-Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Gemeint ist damit die Summe der Nettoeinkünfte (Gehalt, Arbeitslosen- und Kindergeld, Rente).

"Die für 2019 prognostizierte positive Kaufkraftentwicklung stützt sich auf steigende Löhne in vielen Branchen und den stabilen Arbeitsmarkt", so die Marktforscher. Doch Ost und West entwickeln sich weiter unterschiedlich. Bundesweites Schlusslicht bleibt trotz jährlicher Steigerungen der Kreis Görlitz mit einer Kaufkraft von nun 18. 721 Euro.

Am besten sieht es sachsenweit in Dresden mit einer Kaufkraft von 21 .622 Euro aus - knapp 91 Prozent des Bundesdurchschnitts, gefolgt vom Kreis Leipzig (21. 460 Euro) und Chemnitz (21. 027 Euro). Dahinter folgt der Kreis Meißen (20 .790) und die Stadt Leipzig (20. 785).

Im Bundesländer-Ranking liegt Sachsen auf Platz 13 von 16 mit 20. 143 Euro - das sind 85,8 Prozent des Bundesschnitts. Kein Wunder: Im Freistaat werden noch immer sehr niedrige Gehälter gezahlt. Sachsens DGB-Chef Markus Schlimbach (53) jüngst: "Der Abstand zwischen sächsischen Verdiensten (2 690 Euro) und dem westdeutschen Durchschnitt (3 330 Euro) beträgt 20 Prozent. Ursache dafür ist die niedrige Tarifbindung in Sachsen und die damit verbundenen unterdurchschnittlichen Gehälter."

Über die höchste Kaufkraft können sich die Hamburger freuen: Sie kommen auf 26 079 Euro. Schlusslicht bleibt Mecklenburg-Vorpommern (20 106 Euro). Auf Kreisebene top ist der Landkreis Starnberg nahe München: Mit 34 098 Euro pro Kopf liegen die Starnberger 43 Prozent über dem Bundesschnitt ...

Die Grafik zeigt die Wohlstands- und Armutsregionen in Deutschland
Die Grafik zeigt die Wohlstands- und Armutsregionen in Deutschland  © GfK
DGB-Boss Markus Schlimbach.
DGB-Boss Markus Schlimbach.  © DPA

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