"Das ist ein Nazi!": Identitären-Mitglied in der Mensa blutig geprügelt

Leipzig - Sie sollen ihn ohne Vorwarnung angegriffen haben. In der Mensa der Leipziger Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) ist am Donnerstag ein 21-Jähriger von drei Vermummten angegriffen worden. Die Identitäre Bewegung spricht von einer politisch motivierten Attacke.

Der 21-Jährige Max Thorne ist am Donnerstag von Unbekannten in der HTWK angegriffen worden. Die Identitäre Bewegung spricht bereits von einer politisch motivierten Attacke.
Der 21-Jährige Max Thorne ist am Donnerstag von Unbekannten in der HTWK angegriffen worden. Die Identitäre Bewegung spricht bereits von einer politisch motivierten Attacke.  © Screenshot/instagram.com/alex_malenki/

Wie Sachsens LKA am Freitag mitteilte, soll sich der Vorfall gegen 13 Uhr ereignet haben. Die drei Maskierten hätten den 21-Jährigen unvermittelt angegriffen. Dieser habe dabei einen Faustschlag ins Gesicht erhalten. Er musste ambulant behandelt werden.

Mitglieder der rechtsextremen Identitären Bewegung sprechen auf sozialen Netzwerken bereits von einem politisch motivierten Angriff. Martin Sellner, Sprecher der Identitären Bewegung in Österreich, veröffentlichte auf seinem Youtube-Kanal ein Interview mit dem Opfer der Attacke.

Bei ihm handelt es sich demnach um Maximilian Thorne, Mitglied der "Altstadtrevolte Bautzen", einer Ortsgruppe der Identitären Bewegung. Alex Malenki, Chef der Identitären Bewegung in Leipzig, postete auf Twitter und Instagram Fotos von und mit Thorne.

Im Interview mit Sellner erklärt Thorne, dass die Unbekannten ihm unvermittelt einen Schlag ins Gesicht verpasst und sich dann mit den Worten "Das ist ein Nazi!" aus dem Staub gemacht hätten. Seine Nase sei gebrochen gewesen. Er wolle sie am Montag richten lassen. Die Täter sollen Tücher um den Mund und schwarze Kleidung getragen haben. "Sie waren normalgroß, durchschnittliche Statur, junge Kerle. Ein Mädel soll wohl auch dabei gewesen sein", so Thorne.

Auf der Fotoplattform Instagram präsentiert sich der 21-Jährige als "heimatverliebt und tatendurstig", postet Bilder von Identitären-Aktionen sowie zuletzt von den Folgen der Attacke, die er dort ebenfalls als "feigen linksextremen Angriff" bezeichnet.

Nach Informationen von TAG24 ermittelt derzeit die Polizei in Dresden gegen Thorne wegen Volksverhetzung. Er soll auf einer Pegida-Veranstaltung in Bezug auf den Islam von "Jagdzeit" gesprochen haben. Gegen den Geschädigten wird derzeit wegen Volksverhetzung ermittelt.

Das polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum (PTAZ) des LKA Sachsen hat in dem Fall die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung aufgenommen.

Max Thorne zusammen mit Alex Malenki, Chef der Identitären Bewegung in Leipzig. Das Foto postete der Identitären-Chef am Freitag auf Instagram.
Max Thorne zusammen mit Alex Malenki, Chef der Identitären Bewegung in Leipzig. Das Foto postete der Identitären-Chef am Freitag auf Instagram.  © Screenshot/instagram.com/alex_malenki/

Titelfoto: Screenshot/instagram.com/alex_malenki/

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