Frau nimmt "Imodium" ein, fünf Tage später ist sie tot

Zunächst wurde der Freund verdächtigt, seiner Lebensgefährtin Heroin verabreicht zu haben.
Zunächst wurde der Freund verdächtigt, seiner Lebensgefährtin Heroin verabreicht zu haben.  © Screenshot/Facebook/Brookly-Marie B.

Liverpool - Als sie nachts Krampfanfälle bekam, legte ihr Freund sie in die stabile Seitenlage, am nächsten Morgen fand er sie bewusstlos, ihr Gesicht war bereits grau angelaufen: Nach dem Tod seiner Freundin musste sich ihr Lebensgefährte wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten, wurde nun aber freigesprochen.

Was war passiert? An einem Morgen im Oktober erlitt Brooklyn-Marie B. einen Herzanfall. Sie wurde ins Krankenhaus gebracht, doch fünf Tage später verstarb sie dort an den Folgen einer Lungenentzündung und diversen Hirnschäden nach einer bakteriellen Infektion.

Ihre Mutter hatte den Freund im Verdacht, ihre Tochter mit Heroin versorgt zu haben und somit schuld am Tod der Frau zu sein. Später stellte sich jedoch heraus, dass die 23-Jährige einen Herzinfarkt erlitt, weil sie neben dem Epilepsie-Medikament Pregabalin auch noch eine enorm hohe Dosis von Imodium, einem Medikament gegen akuten Durchfall, eingenommen hatte.

Die Kombination der beiden Wirkstoffe in den Medikamenten löste den Herzinfarkt aus. "Warum sie Imodium nahm, weiß ich nicht, aber Imodium ist ein Medikament aus der Morphium-Kategorie und hat eine ähnliche Wirkung. Das wird zu einer zunehmend missbrauchten Droge. Einige Menschen, die Heroin genommen haben, werden sich Imodium in hoher Dosis besorgen, um den gleichen Effekt zu erzielen", sagt der Pathologe Brian Rodgers zu Liverpool Echo.

Die Obduktion ergab allerdings, dass bei der Frau keine Spuren von Heroin oder ähnlichen Drogen gefunden worden. Allerdings hätten Narben im Leistenbereich darauf hingedeutet, dass sie Drogen genommen haben könnte.

Die Frau hinterlässt zwei kleine Kinder und ihren Lebensgefährten.


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