27-Jähriger richtet Mann (39) mit 19 Messerstichen in Asylunterkunft hin

Frankfurt - Eine tödliche Auseinandersetzung zwischen zwei Bewohnern einer Asylunterkunft beschäftigt von Dienstag (9.30 Uhr) an das Landgericht Frankfurt.

Der mutmaßliche Täter gilt als psychisch labil (Symbolbild).
Der mutmaßliche Täter gilt als psychisch labil (Symbolbild).  © 123RF

Angeklagt ist ein 27 Jahre alter, abgelehnter Asylbewerber aus Syrien. Er war der Staatsanwaltschaft zufolge Anfang Januar in der Küche der Einrichtung in Hattersheim (Main-Taunus-Kreis) mit einem Mann aus Afghanistan in Streit geraten (TAG24 berichtete).

Mit einem Messer soll er drei Mal in die Herzgegend sowie weitere 16 Mal auf den Oberkörper des Opfers eingestochen haben. Der Mann starb noch am Tatort. Bei dem Prozess wird es vor allem um die Frage gehen, ob der als psychisch labil geltende Angeklagte dauerhaft in der Psychiatrie untergebracht wird.

Die Staatsanwaltschaft hat einen entsprechenden Antrag gestellt.

Update 16 Uhr: Nach einer tödlichen Messerattacke gegen seinen Zimmergenossen in einer Asylbewerberunterkunft soll ein 27 Jahre alter Mann dauerhaft in der Psychiatrie untergebracht werden. Die Staatsanwaltschaft stellte am Dienstag zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Frankfurt einen entsprechenden Antrag.

Nachdem er bereits in seinen ersten Vernehmungen wirre Äußerungen gemacht hatte, wurde er in ein psychiatrisches Krankenhaus überstellt. Vor Gericht sagte er, der Afghane habe ihn an einen Onkel erinnert, der ihn vor längerer Zeit einmal schlecht behandelt habe. Seine Mutter sei vom israelischen Geheimdienst Mossad "verhext" worden und trachte ihm nach dem Leben.

Der Prozess soll bereits am morgigen Mittwoch abgeschlossen werden. Ein psychiatrischer Sachverständiger wird der Schwurgerichtskammer zuvor seine Expertise vorlegen.

Titelfoto: 123RF


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