Nur 14 Tage nach der Geburt! Mutter erleidet Schlaganfall, der Grund macht sprachlos

Cheshire/Liverpool - Angharad Pulford ist rundum glücklich. Sie hält seit zwei Wochen ihr Neugeborenes in den Armen, auch die vier Jahre alte Schwester der kleinen Aoife ist happy mit dem neuen Familienmitglied.

Angharad Pulford kurz nach der Geburt ihrer zweiten Tochter. 14 Tage später erleidet sie einen Schlaganfall.
Angharad Pulford kurz nach der Geburt ihrer zweiten Tochter. 14 Tage später erleidet sie einen Schlaganfall.  © Screenshot/Facebook/AngharadPulford

Doch nach kurzer Zeit verspürt die Zweifachmama immer wieder Kopfschmerzen. Sie erklärt sich das mit dem gestiegenen Stress, sich nun um zwei kleine Kinder kümmern zu müssen.

Auch, als sie Baby Aoife in ihr Bett legen will und ihr rechtes Bein taub wird, glaubt die Mutter nicht an etwas Schlimmes, sondern daran, dass sie zuvor unglücklich auf dem Sofa gesessen hat, wie Liverpool Echo berichtet.

Doch am nächsten Morgen gibt es auf tragische Weise die Erklärung für all ihre Beschwerden. Denn die damals 35-Jährige bricht zusammen, als sie ihrer großen Tochter gerade das Frühstück zubereitet.

Die damals vier Jahre alte Niamh weckt schnell ihren Papa, der fährt seine Frau umgehend ins Krankenhaus. Trotz der Kopfschmerzen und des Taubheitsgefühls im Bein schließen die Ärzte zunächst einen Schlaganfall aus. Die Frau sei jung, rauche nicht, sei nicht übergewichtig und dem Alkohol, nicht zugeneigt.

Doch nach vier Tagen wendet sich das Blatt und die Mediziner sind sich sicher, dass Angharad einen Schlaganfall erlitten hat. Sie wird dementsprechend behandelt.

Angharad mit ihrem Mann Martin.
Angharad mit ihrem Mann Martin.  © Screenshot/Facebook/AngharadPulford

Bei der Ursachenforschung stellt sich Unglaubliches heraus: Ein Gefäßeinriss in der Halsschlagader führte zu dem Schlaganfall. Dieser Riss soll durch zu starkes Pressen bei der Geburt ihrer kleinen Tochter entstanden sein.

Generell gelten Frauen vor und nach der Geburt als stärker für einen Schlaganfall gefährdet als im Normalfall. Eine jahrelange Einnahme der Pille, des Verhütungsringes und eine Vorerkrankung an Migräne mit Aura verstärken das Risiko.

Im Anschluss an die Diagnose macht die Frau eine harte Zeit durch. Sie ist an den Rollstuhl gefesselt, kann sich nicht um ihre gerade geborene Tochter kümmern, Menschen starren sie an, sie fühlt sich als schlechte Mutter.

Währen der Reha-Maßnahmen passen ihr Mann und ihre Eltern auf die beiden Kinder auf. Sie besuchen ihre Mama regelmäßig und die kämpft unterdessen, den Weg zurück in den Alltag zu finden.

Nach drei Monaten steht sie wieder auf eigenen Beinen und kommt Schritt für Schritt zurück zur Normalität. Der Grund, warum sie bewegende Geschichte nach vier Jahren erneut ins Licht der Öffentlichkeit rückt, ist die Tatsache, dass Angharad am 31. Januar einen "Leben nach dem Schlaganfall"-Award bekommt, für den ihr Mann sie vorgeschlagen hatte.

Er wird ihr feierlich in Salford bei Manchester verliehen. "Ich habe immer daran geglaubt, dass meine Frau wieder ganz gesund werden würde. Aber wenn ich sie nun mit unseren beiden Töchtern sehe, dann bin ich einfach nur beeindruckt davon, wie sie das alle gemeistert hat", sagt ihr Mann Martin.

Auch, wenn Angharad bei Kopfweh und Beinschmerzen nun täglich mit der Angst lebt, wieder einen Schlaganfall zu erleiden, so genießt sie auch ihr Familienleben und ist dankbar, dass sie nicht für immer an den Rollstuhl gebunden ist.


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