Mutter ist todkrank und stirbt bald: Das tut sie, damit ihr Sohn sie nicht vergisst

Lochgelly (Fife, Schottland) - Unglaublich tragische Geschichte aus Schottland: Tyla Livingstone (22) wird bald sterben. Im Februar 2018 wurde bei ihr ein Hirntumor festgestellt. Die Ärzte nehmen an, dass die Mutter eines Sohnes nicht mehr als fünf Jahre zu leben hat.

Die junge Mutter hat einen bösartigen Hirntumor und wird bald sterben. Damit ihr Kind sie nicht vergisst, schreibt sie ihm Geburtstagskarten.
Die junge Mutter hat einen bösartigen Hirntumor und wird bald sterben. Damit ihr Kind sie nicht vergisst, schreibt sie ihm Geburtstagskarten.  © Screenshot/Facebook/Tyla Livingstone

Der Tag, an dem Tyla mit einem bösartigen Hirntumor diagnostiziert wurde, änderte alles. Doch das Drama begann schon vor etwa zwei Jahren, als sie von ihrem Partner Mark (29) im Alter von 20 Jahren unerwartet schwanger wurde.

In der 31. Schwangerschaftswoche klagte Tyla über plötzliche Bauchschmerzen und nahm eines Abends ein Bad, um diese zu lindern. In der Badewanne bemerkte sie dann, dass ein seltsames Gefühl ihren Arm hochkroch - es fühlte sich wie ein Kribbeln an, erzählte die heute 22-Jährige der "Sun".

Ihre Großmutter rief damals den Krankenwagen. Die Ärzte sagten der werdenden Mutter, dass sie einen "Anfall" erlitten habe und schickten sie zu einer MRT-Untersuchung. Dort stellte sich heraus, dass sich ein kleiner, gutartiger Tumor auf der linken Seite des Gehirns gebildet hatte. Tyla spürte damals aber noch keine Symptome wie Schwindel oder Kopfschmerzen.

Die Mediziner gaben ihr Entwarnung - wenn es sich um Krebs handeln würde, so wäre es nur eine leichte Form und die junge Frau hätte nichts zu befürchten.

Am 12. Januar 2018 kam dann ihr kleiner Sohn Preston auf die Welt. Wenige Wochen nach der Geburt dann der Schock: Die frischgebackene Mama wachte eines Morgens mit einer gelähmten Gesichtshälfte auf. Erst dachte sie, es käme vom Alkohol. Zwei Tage später, als es immer noch nicht besser wurde, ging die Schottin zum Arzt.

Tyla und Söhnchen Preston.
Tyla und Söhnchen Preston.  © Screenshot/Facebook/Tyla Livingstone

Wieder wurde ein MRT durchgeführt und die Untersuchung zeigte, dass der Tumor massiv gewachsen war und bereits auf die Nerven drückte, das zu der entsprechenden Lähmung führte.

Sofort wurde die junge Mutter in ein Krankenhaus gebracht. Am 26. Februar vergangenes Jahr musste Tyla notoperiert werden. Doch die sechsstündige OP brachte nicht viel. Der Tumor war bereits zu weit fortgeschritten und befindet sich im Endstadium.

"So wenige Menschen leben mit einem derartigen Hirntumor nicht länger als fünf Jahre. Deswegen wird er auch der Terminator genannt", so Tyla. Die Ärzte geben der jungen Frau noch maximal fünf Jahre zu leben.

Besonders traurig ist Tyla, weil sie ihren kleinen Sohn Preston nicht aufwachsen sehen kann. Sie möchte, dass sich der Kleine auch in Zukunft, wenn die 22-Jährige nicht mehr da ist, an seine Mutter erinnern wird. Deshalb schreibt sie ihm zu jedem seiner bevorstehender Geburtstage rührende Karten.

Bis zu ihrem Tod will sie so viel möglich von ihrem Kind mitbekommen. "Ich fühle mich so schuldig wegen etwas, was ich nicht kontrollieren kann. Aber ich werde kämpfen, um so viel wie möglich von ihm zu sehen", erzählt Tyla.


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