Schwere Unwetter: Hier erstickt ein Ort im Schlamm

Salzburg - Ein schweres Unwetter hat bei Salzburg Überschwemmungen und Schlammlawinen verursacht.

In Saalbach-Hinterglemm verwandelte sich die Straße in eine Schlammwüste.
In Saalbach-Hinterglemm verwandelte sich die Straße in eine Schlammwüste.  © Expa/Dominik Angerer/APA/dpa

Besonders von dem Gewitter betroffen war am Donnerstagabend der Pinzgau südöstlich von Salzburg. Für die drei Gemeinden Maishofen, Viehhofen und Saalbach-Hinterglemm wurde vorerst der "Zivilschutzalarm" ausgelöst, eine Warnung an die Bevölkerung vor großer Gefahr.

Die massiven Niederschläge hätten dazu geführt, dass es zu großen Überschwemmungen gekommen sei, sagte Bezirksfeuerwehrkommandant Franz Fritzenwanger der österreichischen Nachrichtenagentur APA.

Laut Feuerwehr wurde eine Straße in Hinterglemm teilweise weggeschwemmt oder durch Schlammlawinen verschüttet. "Nach einer ersten Einschätzung dürfte sie mehrere Tage nicht befahrbar sein", sagte Fritzenwanger.

Zudem wurden Keller und Tiefgaragen überflutet.

Update 8.35 Uhr

Nach den schweren Unwettern sind Teile des Glemmtals im Pinzgau am Freitagmorgen von der Außenwelt abgeschnitten gewesen. Wie das Bundesland Salzburg mitteilte, sitzen im Talschluss 200 bis 300 Menschen fest.

"Diese Personen werden am Freitag falls erforderlich evakuiert", sagte Monika Vogl von der Bezirkshauptmannschaft. "Falls es über die Forststraßen nicht möglich ist, wird auch daran gedacht, das Bundesheer zu Hilfe zu holen."

Titelfoto: Expa/Dominik Angerer/APA/dpa


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