Schock für Urlauber! "AIDAnova" muss geplante Kreuzfahrten absagen

Osnabrück/Papenburg – Nach Lieferverzögerungen beim Kreuzfahrtschiff "AIDAnova" ist die Papenburger Meyer-Werft auch mit anderen Projekten in Rückstand geraten.

337 Meter Länge fasst die "AIDAnova".
337 Meter Länge fasst die "AIDAnova".  © DPA

Das Unternehmen habe in einer internen Veröffentlichung eingeräumt, bei fast allen Schiffsprojekten derzeit langsamer voranzukommen als geplant, berichtete die "Neue Osnabrücker Zeitung" am Donnerstag.

Demnach ruft die Werft auch zu freiwilliger Mehrarbeit auf. "Jeder Einzelne ist gefordert, mit aller Macht daran zu arbeiten, dass wir wieder auf Kurs kommen", zitierte die Zeitung eine Aufstellung des Unternehmens. Zudem sollen Aufgabenbereiche neu aufgestellt werden.

Zuvor war bekannt geworden, dass die "AIDAnova" erst später fertig wird als vorgesehen. Geplante Kurzreisen zwischen dem 15. November und dem 2. Dezember mussten daher abgesagt werden.

Kurz vor einer Testfahrt war zudem ein Feuer in zwei Kabinen ausgebrochen. Die Polizei schloss Brandstiftung nicht aus (TAG24 berichtete).

Erstes umweltfreundliches Kreuzfahrtschiff

Zahlreiche Schaulustige beobachteten Anfang Oktober die Überführung des Kreuzfahrtschiffes auf der Ems.
Zahlreiche Schaulustige beobachteten Anfang Oktober die Überführung des Kreuzfahrtschiffes auf der Ems.  © DPA

Am Dienstagmorgen ist die "AIDAnova" von ihrer ersten Probefahrt zurückgekehrt. Die nautischen und technischen Tests sind nach Angaben von Werfsprecher Peter Hackmann "gut verlaufen".

Laut Hackermann sei die "AIDAnova" während der Probefahrt vollständig mit Flüssigerdgas (LNG) gefahren. Es ist das weltweit erste Schiff, das vollständig mit dem umweltfreundlichen Kraftstoff fahren kann.

Das Flüssigerdgas verhindert die Schadstoff-Emission nahezu komplett, auch der CO²-Ausstoss verringert sich um 25 Prozent. Gefertigt wurde das umweltfreundliche Schiff für die Rostocker Reederei AIDA Cruises in der Meyer-Werft in Papenburg.

Am Freitag soll das Kreuzfahrtschiff zu einer zweiten sechstätigen Probefahrt Eemshaven verlassen. Dabei läuft laut Hackmann der Innenausbau des 337 Meter langen Ozeanriesen weiter.


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