Zoo Dresden ist nicht ganz dicht! Schon wieder Papagei entflogen

Dresden - Nachdem bereits seit Montag nach einem Riesen-Ara gesucht wurde, der aus seiner Voliere im Dresdner Zoo entkam (TAG24 berichtete), wird nun klar: Auch noch ein zweiter Vogel nutzte das Loch im Gehege und machte sich aus dem Staub!

Ein hellroter Ara ist ebenfalls aus dem Dresdner Zoo geflüchtet. (Symbolbild)
Ein hellroter Ara ist ebenfalls aus dem Dresdner Zoo geflüchtet. (Symbolbild)  © Steffen Füssel/123RF/Symbolbild

"Uns fehlt leider auch noch ein hellroter Ara", sagt Zooinspektor Helmar Pohle (49). "Das wurde erst später bemerkt. Das Tier lebt in derselben Voliere, wie unser Hyazinthenara-Weibchen, dass entkommen ist."

Nach beiden Tieren wird nun gefahndet. Anders als der tiefblaue Hyazinthenara ist der hellrote Papagei mit gut 90 Zentimetern Größe etwas kleiner, als sein rund ein Meter großer Verwandter.

Für beide Vögel gilt aber gleichermaßen: "Beide sind keine Handaufzuchten und somit dem Menschen gegenüber sehr scheu", so Pohle.

So können sie auch nicht von einem Tierpfleger beispielsweise mit Futter angelockt werden.

"Die beiden werden sich vermutlich in größeren Höhen aufhalten, weil sie Schutz suchen. Aktuell ist die Lage für die Papageien aber noch nicht bedrohlich. Das Wetter ist gut, die Temperaturen passen und noch hängen die Bäume voller Obst. Was wir allerdings nicht wissen, inwieweit die Aras in der Lage sind, sich ihr Futter auch wirklich selbst zu suchen."

Im Zoo hoffen die Verantwortlichen, dass die Vögel in einen Schuppen oder eine Garage fliegen und so festgesetzt werden können.

"Sowohl unser Hyazinthenara-Weibchen, als auch der hellrote Verwandte wurden bereits mehrfach gesichtet. Vorsicht ist auf jeden Fall geboten. Wenn die Tiere am Boden sitzen, einfach eine Decke drüber werfen und sie so sichern. Ansonsten sollte niemand einen Fangversuch auf eigene Faust wagen", so Pohle.

Ob es sich bei bei dem zweiten entflohenen Papagei um ein Männchen oder Weibchen handelt, ist übrigens noch nicht klar. "Dazu müssten wir den Chip des Partnervogels auslesen", sagt der Zooinspektor. "Den Stress wollen wir dem Tier aber erstmal nicht antun."

Titelfoto: Steffen Füssel/123RF/Symbolbild


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