"Landesweites Problem": Hier lassen sich dutzende Männer Substanzen in den Penis spritzen

Papua-Neuguinea - Die zweitgrößte Insel der Erde hat ein großes Problem: Ärzte warnen jetzt Männer davor, sich selbst Substanzen in ihren Penis zu injizieren.

Einige Männer lassen sich Substanzen spritzen, um einen größeren Penis zu bekommen. (Symbolbild)
Einige Männer lassen sich Substanzen spritzen, um einen größeren Penis zu bekommen. (Symbolbild)  © 123RF

Akule Danlop, Chirurg in einem Krankenhaus in der Hauptstadt Port Moresby, hat jetzt über das "landesweite Problem" gesprochen. Denn in den letzten zwei Jahren sollen allein in dieser Klinik um die 500 Männer behandelt worden sein, die ihren Penis durch eine schmerzhafte Prozedur größer machen wollten.

Sie spritzen sich unter anderem Kokosnuss-Öl, Baby-Öl, Speiseöl oder Silikone in ihr Glied, wie "The Guardian" schreibt. Danlop warnt vor den Nebenwirkungen, denn im schlimmsten Falle kann der Penis nie wieder richtig arbeiten. In einigen Fällen konnten die Männer keine Erektion mehr bekommen.

"Der Großteil von ihnen hat unnormale, klumpige Teile, die am Penis oder manchmal sogar am Hodensack wachsen", so der Chirurg. Einige haben Geschwüre oder können nicht richtig urinieren, da der Penis so stark angeschwollen ist.

Das Alter der betroffenen Männer liegt zwischen 18 und 40 Jahren, aber auch schon einen 16-jährigen Teenager musste der Arzt behandeln.

In einigen Fällen spritzen sogar Krankenpfleger die Substanzen. "Ich glaube, es sind meist männliche Pfleger. Sie machen das ohne Lizenz natürlich. Es hat nichts mit ihrem normalen Job zu tun. Sie verdienen sich so nebenbei Geld", erzählt Glen Mola, Professor an einer Universität in Papua-Neuguinea.

Die Ärzte, die die betroffenen Patienten behandeln, erforschen jetzt die Hintergründe für diesen fragwürdigen Trend. "Der Hauptgrund ist, dass sie ihre Länge und den Umfang vergrößern wollen, um den Sex mit ihren Partnern zu verbessern", so Danlop.

Die Ärzte verärgert dieses Denken. "Es ist ein bisschen frustrierend, diese Fälle zu sehen, wenn es Menschen gibt, die auch Hilfe brauchen und sich andere selbst Schaden zufügen."

Titelfoto: 123RF


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