Bei der kleinsten Erschütterung kommt sie! Frau leidet unter zahlreichen Orgasmen am Tag

Glasgow/Schottland - Eine 61-jährige Schottin leidet an einer kaum bekannten Krankheit. Die Erregungsstörung PGAD lässt die Frau schon durch minimale Vibrationen zum Höhepunkt kommen.

Marias Orgasmen können schon durch eine winzige Vibration ausgelöst werden.
Marias Orgasmen können schon durch eine winzige Vibration ausgelöst werden.  © unsplash/gabriel matula

Klingt lustig, ist aber eher tragisch. Schon eine Rolltreppenfahrt, Schlaglöcher und Flugzeugturbulenzen bringen die 61-jährige Schottin zum Orgasmus. Jegliche kleine Erschütterung lässt die Frau aufstöhnen.

Was einige Frauen beneidenswert finden, ist für die Betroffene der absolute Horror. "Sie haben mein Leben zerstört" erzählte sie dem englischen Onlinemagazin "Metro". Sie möchte unerkannt bleiben.

Nur ihren Vornamen gibt sie preis: Maria. Die Mutter von drei erwachsenen Kindern leidet unter der Krankheit Persistent Genital Arousal Disorder (andauernde genitale Erregungsstörung). Kurz PGAD.

Rund ein Prozent aller Frauen weltweit sollen an dieser Störung leiden. Wie viele es tatsächlich sind, ist schwer zu sagen, da die Krankheit mit sehr viel Scham belegt ist und somit die wenigsten Frauen behandelt werden.

PGAD wirkt sich meistens unterschiedlich aus, mal ist es nur ein permanentes leichtes "Kitzeln" in der Klitoris, mal kommt es zu heftigen Orgasmus-Anfällen. Und das nur durch eine winzige Vibration! Da kann auch schon mal eine Geige ausreichen.

"Ich weiß nicht, wie viele Frauen sagen könnten, dass sie zu einem Shania-Twain-Konzert gegangen sind und sie einen Orgasmus bei ihnen ausgelöst hat."

Einfach ist ein Leben mit dieser Krankheit nicht

Auf Rolltreppen kam die Patientin auch schon öfter zum Höhepunkt.
Auf Rolltreppen kam die Patientin auch schon öfter zum Höhepunkt.  © unsplash/victor lozano

"Neunzig Prozent meines Lebens sind zerstört worden, und die anderen zehn Prozent sind auch nicht viel besser", erzählte Maria.

Therapien schlagen bei der Patientin nicht an. Sie habe schon alles mögliche versucht. Von betäubenden Gels über Physiotherapie bis hin zu Steroide-Injektionen direkt in ihre Klitoris. Nichts hat geholfen.

Maria war aber nicht immer krank! Auslöser für die Krankheit gibt es viele. Laut Dr. Susanne Philippsohn von der Medizinischen Hochschule Hannover können Hormone oder auch Cannabis für die Krankheit verantwortlich sein. Bei den meisten Fällen bleibt der Grund jedoch unbekannt.

Die 61-Jährige hat aber eine Vermutung, wodurch PGAD bei ihr ausgelöst wurde, nämlich durch einen rabiaten Arzt. Dieser hätte bei einer gynäkologischen Routineuntersuchung ein Spekulum (medizinisches Untersuchungsgerät) so hart in sie gerammt, dass er dabei scheinbar ihren Schamnerv verletzte.

Nur einen Monat später bemerkte Maria dann die ersten Symptome und wurde mit PGAD diagnostiziert. Das war 2017. Seitdem ist die Schottin auf der verzweifelten Suche nach Hilfe. Bisher erfolglos. Jetzt hofft sie auf Heilung in London, wo es Spezialisten für die Krankheit gibt. "Die Menschen sollten das nicht durchmachen und sich lächerlich machen müssen. Es ist alles andere als lustig."

Das Gesundheitsamt bestreitet, dass die Verletzung des Schamnervs durch den Arzt ausgelöst wurde.


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