AfD-Politiker wird gewählt, dann unterläuft ihm ein gravierender Fehler
Cloppenburg - Eigentlich konnte die AfD die Stadtratswahl im niedersächsischen Cloppenburg als Erfolg verbuchen. Hinter der CDU (35,04 Prozent) hatte die Alternative für Deutschland die zweitmeisten Stimmen (22,29 Prozent) erreicht. Doch die Partei hat nicht genug Kandidaten aufgestellt, um die neun errungenen Sitze zu besetzen und muss nun noch einen weiteren Rückschlag hinnehmen: Der direkt gewählte Andreas Bluhm (66) hat aus Versehen sein Mandat abgelehnt.
Ein falsch gesetztes Kreuz kostete den AfD-Mann seinen Platz im Cloppenburger Stadtrat, berichtet die Nordwest-Zeitung. Er habe nämlich "in einer fristgerecht eingereichten schriftlichen Erklärung sein Mandat abgelehnt", schildert die Stadtverwaltung auf Nachfrage.
Wie der Spiegel schreibt, soll er von der Gemeindewahlleiterin den Vordruck erhalten haben und dort versehentlich seinen Verzicht angekreuzt haben.
Hätte er das falsche Kreuzchen nicht gesetzt, wäre er ganz normal dabei gewesen, da er mehr als 500 Stimmen erhielt.
So ist sein Ausscheiden unwiderruflich. Unmittelbar nach der Wahl war Bluhms Stimmungslage noch euphorisch gewesen. Jetzt hat sich das ins Gegenteil gekehrt.
"Ich war ganz wild darauf, in den Stadtrat zu kommen", so der AfD-Politiker zur Nordwest-Zeitung. "Ich ärgere mich gewaltig", resümiert der Stadtrats-Kandidat, dem richtig schlecht geworden sei, als er von seinem Fauxpas erfahren habe.
Titelfoto: Hauke-Christian Dittrich/dpa
