Besorgt über Rechtsextreme: Großer Protest in Berlin nach AfD-Wahlerfolg

Von Wilhelm Pischke, Marvin Zubrod

Berlin - Während die AfD mit deutlichem Abstand stärkste Kraft in Sachsen-Anhalt wurde, gingen vielerorts Menschen gegen die Partei auf die Straße – auch in Berlin und Potsdam.

Viele Demonstranten zeigten sich angesichts des Wahlerfolgs der AfD besorgt.  © Fabian Sommer/dpa

Es seien kurz nach Veranstaltungsbeginn mehr als 2500 Demonstranten gewesen, sagte ein Sprecher der Polizei. Die Beamten sprachen von einer "störungsfreien" Demo. Unter den Teilnehmern waren auch Klima- und Politikaktivistin Luisa Neubauer (30) und die Spitzenkandidaten der Grünen und der Linken bei der Berlin-Wahl am 20. September.

"AfD + BSW Demokratie adé" oder "Faschismus ist keine Alternative", hieß es auf den Transparenten - und auch "Dumm Dümmer NSDAfD" und "AfD Nazis stoppen! Schluss mit Rassismus und Sozialabbau". Die Demonstranten riefen: "Alle zusammen gegen den Faschismus". Viele Menschen zeigten sich im Gespräch mit einem dpa-Reporter besorgt ob des Erfolgs der AfD.

Die AfD hat die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am Sonntag mit großem Vorsprung gewonnen, aber eine absolute Mehrheit verpasst.

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Der Verfassungsschutz stuft den AfD-Landesverband in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextremistisch ein. In dem ostdeutschen Bundesland scheint nun eine AfD-Regierung möglich. 

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Die Demo sei überwiegend "störfrei" verlaufen.  © Fabian Sommer/dpa

In Potsdam trafen sich am Abend Demonstranten am Alten Markt, um gegen die AfD zu demonstrieren. "Die Möglichkeit einer AfD-geführten Landesregierung in Sachsen-Anhalt erfüllt uns mit großer Sorge", schrieben die Veranstalter des Bündnisses "Potsdam! bekennt Farbe!".

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