Von Jörg Ratzsch
Magdeburg - Sachsen-Anhalts AfD-Landeschef Martin Reichardt (57) ist von der AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland für besonders derbe Kritik am politischen Gegner stürmisch gefeiert worden.
Vater Staat sei heute "ein nach Dope stinkender, fauler Asi, der sein Geld für Nichtstun von der Friedrich-Ebert-Stiftung bekommt, um regelmäßig mit seinen Freunden vom Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk zu saufen und die Internationale zu lallen", rief er unter Jubel in den Saal des "Alten Theaters", wo sich rund 300 GD-Mitglieder bei einem Bundeskongress versammelt haben, bei dem es um organisatorische Fragen und eine Positionierung in der Europapolitik geht.
Die Veranstaltung war stark vom Landtagswahlkampf in Sachsen-Anhalt geprägt. Erwartet wurde auch Spitzenkandidat Ulrich Siegmund.
Die "dümmsten, faulsten und verkommensten Kinder", die sich bei der Antifa engagierten, würden von Vater Staat mit Geld ausgestattet und belobigt. "Seine anständigen, fleißigen und ehrlichen Kinder hingegen prügelt er und sperrt sie in den Keller", sagte Reichardt. Aus diesem Keller sei man lange herausgetreten.
Auch um die Muttersprache stehe es nicht zum Besten. Sie sei heute "ein aufgedunsenes, intersektional-feministisches Flittchen", sagte Reichardt. "Ihre grünen Haare sind stets zersaust und der rote Lippenstift ist verschmiert, weil Vater Staat sie dreimal täglich durchgendert."
Reichardt, der auch im AfD-Bundesvorstand sitzt, fügte unter lauten Jubel hinzu: "Die Zeiten dieser verkommenen linken Zustände in Deutschland gehen zu Ende. Wir werden der verlotterten deutschen Linken das Sorgerecht für Deutschland entziehen!"