Wahlkreisbüro von Robert Habeck evakuiert: Fall nimmt überraschendes Ende

Flensburg - Nachdem am Samstag das Regionalbüro von Vizekanzler Robert Habeck (54, Bündnis 90/Die Grünen) in Flensburg evakuiert werden musste, konnte die Polizei jetzt Entwarnung in dem Fall geben.

Das Parteibüro des Kreisverbands von Bündnis 90/Die Grünen musste am Samstag geräumt werden.
Das Parteibüro des Kreisverbands von Bündnis 90/Die Grünen musste am Samstag geräumt werden.  © JOTO

Gegen 13.30 Uhr musste das entsprechende Parteibüro des Kreisverbands von Bündnis 90/Die Grünen geräumt werden, nachdem Mitarbeitende einen verdächtigen Brief, adressiert an Robert Habeck, erhalten hatten. "Es konnte nicht ausgeschlossen werden, dass eine konkrete Gefahr von dem Brief ausging", so der Einsatzleiter der Flensburger Berufsfeuerwehr zu TAG24.

Der Grund für die Bedenken: Im Mai vergangenen Jahres hatte schon einmal ein verdächtiger Brief mit weißem Pulver Polizei und Feuerwehr in der Geschäftsstelle auf den Plan gerufen. Das Erscheinungsbild des nun gemeldeten Briefes ließ vermuten, dass es sich um denselben Absender wie schon vor einem Jahr handeln könnte.

"Wir sind vom Schlimmsten ausgegangen", so der Sprecher weiter. 13 Einsatzkräfte der Feuerwehr rückten schließlich in Schutzanzügen in die Heinrichsstraße aus, um die Situation genauer zu bewerten.

Nach Abschaltung von Kohlekraftwerken: Robert Habeck hält Energieversorgung für gesichert
Robert Habeck Nach Abschaltung von Kohlekraftwerken: Robert Habeck hält Energieversorgung für gesichert

Alle Oberflächen, die mit dem Brief in Kontakt gekommen waren, wurden desinfiziert. Der Brief selbst wurde zur weiteren Untersuchung in ein Labor gegeben.

Das Wahlkreisbüro blieb auf Weiteres geschlossen. Am Dienstag gab es aber endlich die Entwarnung der Polizei ...

Polizei gibt Entwarnung: Keine verdächtige Substanz gefunden

Der Brief war an den Vizekanzler Robert Habeck (54, Bündnis 90/Die Grünen) adressiert.
Der Brief war an den Vizekanzler Robert Habeck (54, Bündnis 90/Die Grünen) adressiert.  © Marco Rauch/dpa

Demnach habe man den Brief luftdicht verpackt zum Institut für Infektionsmedizin am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) nach Kiel geschickt, wo er weiter untersucht wurde.

"Es stellte sich heraus, dass sich in dem Briefumschlag lediglich eine Dankeskarte an Herrn Minister Dr. Habeck befand", heißt es in der Mitteilung der Polizei.

Eine verdächtige Substanz, wie in dem Brief vor einem Jahr, habe man dagegen nicht gefunden. Eine Gefährdung konnte gänzlich ausgeschlossen werden.

Titelfoto: JOTO, Marco Rauch/dpa (Bildmontage)

Mehr zum Thema Robert Habeck: