Berlin-Wahl im Liveticker: Kopf-an-Kopf-Rennen bahnt sich am Sonntag an
Berlin - Berlin wählt - und es wird am 20. September spannend wie nie: Mit Linke, CDU, AfD und Grünen liegen gleich vier Parteien in den Umfragen nahe beieinander. Wer hat am Ende die Nase vorn?
Um die Spitze streiten sich momentan - je nach Meinungsforschungsinstitut - die Linke (19-23 Prozent) und die Christdemokraten (20-21). Die AfD (17-18) liegt dahinter vor den Grünen (15-18).
Klar ist ungeachtet des Kopf-an-Kopf-Rennens auf jeden Fall: Einen neuen Bürgermeister oder eine neue Bürgermeisterin bekommt Berlin definitiv.
Das Tennismatch während des Stromausfalls Anfang des Jahres hat Konsequenzen. Weil Kai Wegner (53, CDU) mehrmals falsche Angaben gemacht hat, endet seine Amtszeit. Finanzsenator Stefan Evers (46, CDU) folgt als Spitzenkandidat.
In unserem Liveticker zur Berlin-Wahl findet Ihr alle wichtigen Informationen im Überblick.
15. September, 11.30 Uhr: Elif Eralp zeigt falsches Rotes Rathaus
Elif Eralp (45), Spitzenkandidatin der Linken, hat gute Chancen, als Regierende Bürgermeisterin ins Rote Rathaus einzuziehen. In einem ihrer neuen Instagram-Posts zeigt sie aber ein falsches Gebäude.
Mehr dazu im Artikel: Linken-Spitzenkandidatin will unbedingt ins Rote Rathaus - zeigt im Wahlkampfvideo aber das falsche!
15. September, 8 Uhr: Krach ist sich sicher, dass Mietendeckel kommen wird
Mit dem Mietendeckel hat Berlin schon Erfahrung. SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach (47) ist sich sicher, dass dieser zurückkommen wird - dann auf Landesebene. "Markus Söder und Friedrich Merz werden sehen, dass auch in anderen Bundesländer das Mietenproblem immens ist. Auch in München haben wir das Problem", sagte Krach im ZDF-"Morgenmagazin".
"Wir werden das auch in Nordrhein-Westfalen sehen. Auch ein Herr [Hendrik] Wüst wird sehen, er hat da ein Problem", so der 47-Jährige weiter. Für einen Mietendeckel auf Länderebene müsste allerdings der Bund den Weg freimachen.
15. September, 7 Uhr: Diese Konstellationen sind möglich
Es deutet sich zwar ein Kopf-an-Kopf-Rennen an, doch klar ist schon jetzt: Selbst bei Wahlsieg der CDU wird es keine GroKo in Berlin mehr geben. Eine Zweier-Koalition kommt den Umfragen zufolge generell nicht auf die nötige Mehrheit.
Als wahrscheinliche Optionen gelten Dreier-Koalitionen - also entweder gehen CDU, Grüne und SPD zusammen oder aber Linke, Grüne und SPD. Es wäre das Comeback von Rot-Rot-Grün.
Die AfD dürfte, anders als in Sachsen-Anhalt, bei der Regierungsbildung außen vor bleiben, weil die übrigen Parteien eine Zusammenarbeit mit der Rechtsaußen-Partei ablehnen.
Titelfoto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa
