Kai Wegner äußert sich zu AfD-Stimmen und will sich "nicht beirren" lassen

Berlin - Berlins neuer Regierungschef Kai Wegner (50, CDU) will sich von möglichen AfD-Stimmen bei seiner Wahl nicht beirren lassen.

Kai Wegner (50, CDU) hat am Donnerstag offiziell im Roten Rathaus die Amtsgeschäfte als Regierender Bürgermeister von Berlin übernommen.
Kai Wegner (50, CDU) hat am Donnerstag offiziell im Roten Rathaus die Amtsgeschäfte als Regierender Bürgermeister von Berlin übernommen.  © Christoph Soeder/dpa Pool/dpa

"Ich glaube, dass die AfD hier chaotisieren will", sagte der CDU-Politiker am Donnerstagabend in einem RBB-Spezial.

"Sie will das nutzen. Weil ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, dass die AfD einen Regierenden Bürgermeister wählt, der die größte AfD-Jägerin aus ganz Deutschland nach Berlin holt. Von daher ist das 'ne Taktik, 'ne Strategie. Davon lasse ich mich aber nicht beirren."

Mit "AfD-Jägerin" dürfte Wegner sich auf die neue Justizsenatorin Felor Badenberg (48, parteilos) beziehen, die zuvor im Bundesamt für Verfassungsschutz arbeitete und sich auch um die Einstufung der AfD als rechtsextremistischer Verdachtsfall kümmerte.

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Auf die Frage nach einem bitteren Beigeschmack des Wahlablaufs sagte Wegner: "Das hätte ich mir natürlich anders gewünscht. Das hätten wir uns von der Koalition von CDU und SPD anders gewünscht."

Aber der dritte Wahlgang sei verfassungsgemäß geregelt: "Der ist regulär." Daher freue er sich. Er habe eine Koalitionsmehrheit mit 86 Stimmen. Ganz offenkundig habe es Abweichler bei CDU und SPD gegeben.

Jetzt gehe es darum, durch gute Arbeit die Koalitionsabgeordneten und die Berlinerinnen und Berliner zu überzeugen.

Titelfoto: Christoph Soeder/dpa Pool/dpa

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