Trump fordert, Macron reagiert: G7 drehen den Diesel-Hahn auf! Wird Sprit jetzt billiger?

Washington/Brüssel - Können Autofahrer und Unternehmen jetzt endlich aufatmen? Europäische Staatenlenker haben sich nach Forderung von US-Präsident Donald Trump (80) darauf geeinigt, etwas gegen die ausufernden Preise für Erdölprodukte, insbesondere für Diesel, unternehmen zu wollen.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (48) äußerte sich bei X zu den jüngsten Ereignissen.  © Ansgar Haase/dpa

"Europa hat soeben zugestimmt, einen Großteil seiner umfangreichen Dieselvorräte freizugeben. Der Prozess wird unverzüglich beginnen. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit in dieser Angelegenheit!", teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social am Freitag mit.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (48) bestätigte das Vorpreschen seines Amtskollegen aus den USA: "Ich habe soeben die Staats- und Regierungschefs der G7 zu einem Gespräch über die globale Energiesituation zusammengebracht", schrieb Macron auf X.

In seinem Beitrag äußerte er, dass man sich einig sei, koordiniert vorgehen und etwas zur Senkung der derzeit hohen Preise für Erdölprodukte, beitragen zu wollen.

Europäische Union 890 Millionen Euro wegen Unfairness: EU verhängt saftige Strafe gegen Google

In der G7-Runde sei deshalb beschlossen worden, dass künftig die Produktion, besonders von Diesel-Kraftstoffen, flexibler gestaltet werden soll, um die maximale Kapazität von Raffinerien auszuschöpfen.

Anzeige
US-Präsident Donald Trump (80) verkündete gewohnt vollmundig den Diesel-Pakt der G7.  © Joey Sussman/ZUMA Press Wire/dpa

Dieselpreise könnten um bis zu sieben Cent pro Liter sinken

Gehören horrende Dieselpreise jetzt der Vergangenheit an?  © Rolf Vennenbernd/dpa

Weiterhin teilte Macron mit, dass innerhalb von vier Monaten bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl aus strategischen Reserven freigegeben werden soll.

Zusätzlich sollen künftig keine Maßnahmen mehr ergriffen werden, die den Handel mit Energie und Erdölprodukten zwischen den Partnerländern einschränken.

Andrew Lipow von "Lipow Oil" gab im Gespräch mit BILD die Schätzung ab, dass durch die Freigabe die Dieselpreise um etwa sieben Cent sinken könnten.

Europäische Union EU hebt Sanktionen gegen russische Milliardäre auf: Das ist der Grund

US-Finanzminister Scott Bessent (64) hatte jüngst gefordert, dass europäische Partner ihre Reserven wesentlich schneller als bislang Praxis gewesen ist, auf den Markt bringen sollen. Donald Trump griff ihm bei der Forderung unter die Arme, erhöhte damit den Druck auf die EU.

"Eine Freigabe von 120 Millionen Barrel Diesel über vier Monate würde die ausgefallenen russischen Exporte im Wesentlichen ersetzen", sagte Experte Andrew Lipow zu BILD.

Mehr zum Thema Europäische Union: