Von Kathrin Zeilmann
München - Die Freien Wähler in Bayern wollen sich zunächst der Trauer um ihren plötzlich gestorbenen Parteichef Hubert Aiwanger (†55) widmen - erst dann soll es darum gehen, wie man sich neu aufstellt.
Momentan sei die Situation so, "dass wir in einer Art Schockzustand sind", sagte Fraktionschef Florian Streibl (63) dem BR. Die Gremien müssten nun erst Trauerarbeit leisten.
Man müsse sich erst bewusst werden, wie die Situation gerade sei. "Es ist bei vielen von uns noch nicht richtig angekommen." Auch er selbst könne den Tod Aiwangers bisher nicht fassen, es sei völlig "surreal": "Ich meine immer noch, er ruft jeden Moment an."
Erst in einem weiteren Schritt gehe es darum, zu überlegen, wie es weitergehe. Man werde Wege finden, um auch in Zukunft "sachorientierte Politik" zu machen, sagte Streibl über die Partei, die mit der CSU die Regierungskoalition im Freistaat bildet.
Hubert Aiwanger, stellvertretender Ministerpräsident und Wirtschaftsminister, war am Mittwoch überraschend in Berlin gestorben.