Neuer Job für Ex-Gesundheitsminister? Karl Lauterbach wird wohl für Top-Posten gehandelt

Köln/Düren - Als Bundesgesundheitsminister hat Karl Lauterbach (62, SPD) bereits Erfahrungen im Umgang mit Pandemien wie etwa Corona gemacht. Auch deswegen steht der 62-Jährige, der gebürtig aus Düren bei Köln kommt, nun offenbar vor einem neuen Engagement.

Darf sich Ex-Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (62, SPD) schon bald über einen neuen Job freuen? (Archivfoto)  © Roberto Pfeil/dpa

Wie die BILD erfahren haben will, ist Lauterbach ein Kandidat für die Nachfolge des im Mai 2027 scheidenden Generaldirektors der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Ghebreyesus (60). Dieser tritt nach zwei Amtszeiten nicht mehr für den Posten an.

Sollte es tatsächlich dazu kommen, würden rund 7000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in circa 150 Regionalbüros unter dem SPD-Politiker arbeiten. Der WHO-Hauptsitz befindet sich in Genf (Schweiz).

Dass der neue WHO-Chef aus Deutschland kommt, wäre dabei nicht überraschend - zumindest, wenn es nach dem CDU-Gesundheitspolitiker Sascha van Beek (42) geht: "Deutschland hat immer eine starke Rolle in der globalen Gesundheit gespielt und ist derzeit der größte Geldgeber der WHO", meint der 42-Jährige gegenüber der "NZZ". Zumal Deutschland als wichtiger Pharmastandort so die Chance hätte, "die moderne Medizin umzukrempeln".

Karl Lauterbach Karl Lauterbach will Flugzeug besteigen: Plötzlich fällt ein Schuss!

Lauterbachs Parteikollege Serdar Yüksel (52) sieht das mit Blick auf die Vereinigten Staaten und deren Präsident Donald Trump (79) ähnlich: "Angesichts des Austritts der USA aus der WHO ist es sinnvoll und notwendig, dass Deutschland sein Engagement nun ausweitet."

Anzeige
Nach zwei Amtszeiten ist für Tedros Ghebreyesus (60) im Mai 2027 Schluss als Generaldirektor der WHO.  © Adam BERRY / AFP

WHO-Rückkehr von USA mit Lauterbach an der Spitze undenkbar

Der Hauptsitz der Weltgesundheitsorganisation (WHO) befindet sich in Genf (Schweiz). (Archivfoto)  © Lian Yi/XinHua/dpa

Nach dem Austritt der USA aus der WHO Ende Januar ist Deutschland zum größten staatlichen Beitragszahler aufgestiegen und trägt nun bis zu zehn Prozent zum WHO-Budget bei.

Komplett abgeschrieben soll eine Rückkehr zur Weltgesundheitsorganisation für die Vereinigten Staaten derweil nicht sein. Voraussetzung dafür ist dem Vernehmen nach jedoch, dass ein US-Kandidat die Spitzenposition übernimmt.

Mit Lauterbach als Generaldirektor scheint eine Rückkehr allerdings undenkbar - schließlich hat US-Gesundheitsminister Robert Kennedy Jr. (72) den SPD-Mann immer wieder scharf für seine Corona-Politik kritisiert.

Mehr zum Thema Karl Lauterbach: