"Jetzt muss damit Schluss sein!": MP Kretschmer redet sich in Rage
Berlin/Dresden - Zeit für Klartext: Am Mittwochabend hat sich MP Michael Kretschmer (50, CDU) dem "großen Ost-Talk" des RedaktionsNetzwerks Deutschlands in Berlin gestellt. Eine Frage ließ ihn dabei besonders hochkochen.
So wollte die Moderatorin und Chefredakteurin der Sächsischen Zeitung, Annette Binninger (57), angesichts des "massiven Reformstaus" vom Politiker wissen, wie seine Partei verhindern kann, dass die Frustration bei den Menschen zunimmt.
Darauf sagte Kretschmer: "Das Allererste ist aus meiner Sicht das Wirtschaftswachstum."
Sofern der aktuelle Erdgas- und Erdöl-Preisschock im Land die kommenden Monate bestehen bleibe, hätte dies am Ende des Jahres ein Schrumpfen der Wirtschaft um 1,5 Prozent zur Folge, so der Christdemokrat. "Das sind irre Dimensionen."
Es sei daher umso entscheidender, dass der Iran-Krieg ein Ende findet. "Nicht, dass wir Gewinne abschöpfen, sondern dass wir dafür sorgen, dass das aufhört!", redete sich Kretschmer in Rage. "Und der Bundespräsident hat total recht: Das ist ein völkerrechtswidriger Krieg."
Natürlich sei die Reaktion vom Iran "auch unsäglich und völkerrechtswidrig", betonte der sächsische Ministerpräsident. Seine Forderung: "Jetzt muss damit Schluss sein!", appellierte er lautstark.
Das vollständige, rund anderthalbstündige Gespräch ist unter anderem bei der Sächsischen Zeitung und auf YouTube zu finden.
Titelfoto: Ove Landgraf
