Dresden/Berlin - Sachsens MP Michael Kretschmer (51, CDU) stellte sich am Sonntagabend im "Bericht aus Berlin" den Fragen von Matthias Deiß (48). Der Moderator konfrontierte den Landeschef mit den heftigen Frankreich-Krawallen und möglichen Folgen für Deutschland.
"Wie schauen Sie denn auf die angekündigten Demonstrationen am kommenden Wochenende, nachdem was in Paris passiert ist?", wollte Deiß von dem Politiker wissen.
Kretschmers Reaktion darauf: "Paris ist für uns kein Vorbild. Das ist eine ganz andere Situation. Wir haben bei uns in Deutschland immer noch diesen Zusammenhalt. Wir haben auch ein wesentlich größeres Maß an Vertrauen."
Jetzt müsse die Regierungskoalition etwa bei der Stromsteuer zeigen, dass es Kurskorrekturen gebe. "Die deutsche Stärke war immer der Konsens. Wir haben Konflikte nicht so auf die Spitze getrieben. Bei uns waren politische Parteien keine Feinde – mal Gegner, aber keine Feinde. Das müssen wir uns erhalten", so der Christdemokrat.
Er betont: "Wir wissen, dass es Kräfte in unserem Land gibt, die das anders wollen, die auch diesen Geist versuchen wollen, zu zerstören." Umso wichtiger sei es, dass "die Kräfte der Mitte jetzt nach vorne gehen, handeln und damit auch wieder neues Vertrauen neu in der Bevölkerung generieren", forderte Kretschmer.
Die rund halbstündige Sendung einschließlich des Interviews mit dem sächsischen Ministerpräsidenten steht in der ARD-Mediathek zum Nachschauen bereit.