Dresden - Heiliger Bimbam! Der Stollen, den Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (51, CDU) im September Papst Leo XIV. in Rom als Gastgeschenk überreicht hat, ist extra per Dienstwagen von Dresden nach Rom chauffiert worden.
"Das etwa vier Kilogramm schwere Gebäck ist schlicht zu zerbrechlich gewesen für den Flug. Wir wollten nicht riskieren, dass der Stollen als Konfekt ankommt", sagte Regierungssprecher Ralph Schreiber (55, CDU) auf Nachfrage von TAG24.
Das traditionelle Gebäck wurde eigens für den Besuch im Vatikan von der Konditorei Neubert im Erzgebirge gefertigt.
Die Staatskanzlei hatte vor der Abreise zur Privataudienz die gebuchten Fluglinien Lufthansa und Alitalia kontaktiert, um diese spezielle Transportfrage zu klären. Beide Airlines untersagten die Mitnahme des Stollens wegen dessen Größe im Handgepäck.
Für den unbeschädigten Transport der Delikatesse im Frachtraum wollten die Fluglinien allerdings auch keine Gewähr übernehmen.
Weil die Zeit drängte, wurde in der Staatskanzlei beschlossen, den Stollen per Dienstwagen 1300 Kilometer weit aus Bärenstein (bei Annaberg) in den Vatikan zu bringen.
Mit ihm reisten dann außerdem weitere Gastgeschenke, der Herrnhuter Stern für den Petersdom sowie Akten in die heilige Stadt. Was das in Summe gekostet hat, kann Ralph Schreiber nicht beziffern.
Eine einmalige Extratour? "Nein", sagt der Regierungssprecher.
Auch 2023 wurden per Dienstwagen in der Vorweihnachtszeit Stollen und ein Papierstern aus Herrnhut nach Wien (Österreich) gefahren.
Anlass der Reise war unter anderem die Generalversammlung der Deutschen Handelskammer in Österreich, auf der sich der Freistaat Sachsen mit weihnachtlicher Kunst, Kultur und Kulinarik präsentierte.