Ricarda Lang schießt gegen geplante Zuckersteuer: "Müsste jemandem auffallen, dass das Schwachsinn ist!"

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Berlin - Die geplante Ausweitung der Zuckersteuer sorgt in der Politik für immer mehr Gegenwind. Jetzt meldet sich auch die ehemalige Grünen-Chefin Ricarda Lang (32) zu Wort und nimmt die Pläne ordentlich auseinander.

Ricarda Lang (32, Grünen) geht mit deutlichen Worten gegen die geplante Zuckersteuer auf Konfrontationskurs.
Ricarda Lang (32, Grünen) geht mit deutlichen Worten gegen die geplante Zuckersteuer auf Konfrontationskurs.  © Christoph Soeder/dpa

Besonders stößt Lang auf, dass offenbar nicht nur klassische Softdrinks mit viel Zucker betroffen sein sollen. Auch zuckerfreie Getränke, alkoholfreies Bier und Produkte mit Süßungsmitteln könnten unter die neue Abgabe fallen, wie am Montag bekannt wurde.

Auf X macht die Grünen-Politikerin ihrem Ärger Luft: "Wenn Cola light besteuert wird, werde ich zum Wutbürger".

Kurz darauf legt sie nach: "Zuckersteuer auf zuckerfreie Getränke, da müsste jemandem auffallen, dass das Schwachsinn ist!"

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Ursprünglich war eine zweckgebundene Abgabe im Gespräch, die vor allem klassische zuckerhaltige Erfrischungsgetränke treffen sollte.

Jetzt kracht es auch in der Koalition

Auch für Caroline Bosbach (38, CDU) ist die geplante Zuckersteuer eine "Frechheit".
Auch für Caroline Bosbach (38, CDU) ist die geplante Zuckersteuer eine "Frechheit".  © Michael Kappeler/dpa

Damit wächst der Widerstand gegen die Pläne von Finanzminister Lars Klingbeil (48, SPD) nicht nur außerhalb der Regierung. Auch aus dem politischen Lager der Koalition kommen inzwischen deutliche kritische Töne. Caroline Bosbach (38, CDU), die sich mit Ernährungspolitik beschäftigt, findet für die Pläne deutliche Worte.

Sie nennt die geplante Zuckersteuer eine "Frechheit" und stellt klar: "Es darf überhaupt keine neuen Steuern geben, das gilt auch für die Zuckersteuer."

Bosbach ist längst nicht die einzige Unionspolitikerin, die sich gegen die Pläne stellt. Bereits zuvor hatte sich auch Agrar- und Ernährungsminister Alois Rainer (61, CSU) kritisch zur geplanten Abgabe geäußert.

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Dass der Widerstand nun auch aus den eigenen Koalitionsreihen immer deutlicher zu hören ist, dürfte für Kanzler Friedrich Merz (70, CDU) und Finanzminister Klingbeil zum zusätzlichen Problem werden. Die Diskussion um die Zuckersteuer nimmt damit weiter Fahrt auf.

Titelfoto: Michael Kappeler/dpa

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