Mannheim - Eine umstrittene Versteigerung ist beendet: Ein 45-jähriger Unternehmer aus dem Münchner Stadtteil Haidhausen hat sich die skurrilen Andenken an die Mannheimer "Rathaus-Swingerparty" gesichert.
Wie der Stadtrat Julien Ferrat (35, Wählervereinigung "Die Mannheimer") als Organisator mitteilte, legte der Käufer 150,50 Euro für das Paket auf den Tisch. Der Käufer möchte anonym bleiben.
Das Geld wandert nun an einen guten Zweck: Der Erlös der ungewöhnlichen Auktion geht komplett an die AIDS-Hilfe, um deren Aufklärungs- und Präventionsangebote zu unterstützen.
Zuvor hatte der Lokalpolitiker noch versucht, die Luftmatratze, das Schild und die "ungewaschene" schwarze Decke mit laut Ferrat noch vorhandenen "Resten der Veranstaltung" dem Mannheimer Stadtarchiv zu überlassen. Dort bestand an den Unikaten jedoch kein Interesse.
Hintergrund der kuriosen Versteigerung war eine Swingerparty, die Julien Ferrat Ende August in den Räumen des Mannheimer Rathauses veranstaltete. Die Stadt reagierte damals mit scharfer Kritik und rechtlichen Schritten. Ferrat ließ sich nicht beirren und provozierte erneut mit dem Verkauf der Utensilien.