Spitzenpolitikerin erntet Kritik: Sohn für Urlaub von der Schule abgemeldet

Von Christopher Hirsch

Schwerin - Mecklenburg-Vorpommerns Justizministerin Jacqueline Bernhardt (48, Die Linke) hat sich gegen Kritik an der Freistellung ihres Sohnes vom Unterricht am letzten Schultag vor den Winterferien verteidigt.

Die Justizministerin Jacqueline Bernhardt (48, Die Linke) will schon am letzten Schultag vor den Ferien verreisen.
Die Justizministerin Jacqueline Bernhardt (48, Die Linke) will schon am letzten Schultag vor den Ferien verreisen.  © Jens Büttner/dpa

"Ministerin Bernhardt nimmt die Schulpflicht sehr ernst", teilte ihr Ministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Ein Sprecher des Schweriner Bildungsministeriums schrieb: "Der vorliegende Antrag, noch während der Schulzeit den Urlaub antreten zu können, hätte durch die Schule nicht genehmigt werden dürfen."

In Paragraf 8 der Schulpflichtverordnung des Landes Mecklenburg-Vorpommern heißt es: "Vor und nach den Ferien darf eine Beurlaubung nur ausnahmsweise in den Fällen erteilt werden, in denen die Versagung eine persönliche Härte bedeuten würde."

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Ein Sprecher von Bernhardts Ministerium erklärte der dpa: "Die Ministerin hat ihr Kind ausnahmsweise am letzten Schultag vor den Ferien beurlauben lassen. Aus organisatorischen Gründen hat Ministerin Bernhardt bereits im Februar ihren Familien-Jahresurlaub genommen." Der Reisezeitraum sei vom Reiseveranstalter vorgegeben worden. "Der Antrag wurde der Schule des Sohnes vorgelegt und von der Schule genehmigt."

Vom Bildungsministerium hieß es aber: "Ein vorzeitiger Urlaubsantritt ist kein wichtiger Grund und kein anerkannter Härtefall, auch wenn Gründe angeführt werden, in den Sommerferien keinen gemeinsamen Urlaub machen zu können." Alle Eltern seien nach dem Schulgesetz verpflichtet, für die Einhaltung der Schulpflicht zu sorgen.

Titelfoto: Jens Büttner/dpa

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