Armer Angeklagter kam mit S-Klasse zum Gericht!

Hier steigt der arme Wolfgang S. (43) nach seinem Prozess in den teuren Mercedes.
Hier steigt der arme Wolfgang S. (43) nach seinem Prozess in den teuren Mercedes.

Von Eric Hofmann

Dresden - Reicher Rotlicht-Pate oder armer Schlucker? Wolfgang S. (43) hatte einem Mann auf der Zwickauer Straße dreimal ins Gesicht geboxt, bekam dafür einen Strafbefehl über 5000 Euro.

Zu hoch, meint der unter dem Szene-Namen „Rumänen-Wolle“ bekannte Wolfgang. So musste das Gericht nochmal entscheiden.

Er wohnt in einem villenartigen Haus, fährt Mercedes S-Klasse und ist Besuchern des Bordells „Babylon“ wohl bekannt.

Doch laut Lohnbescheinigung, ausgestellt vom eigenen Bruder Karl S. (47), der offizieller Bordell-Chef ist, verdient Wolfgang nur 459 Euro - in einem Heidenauer Autohandel.

Die Staatsanwaltschaft schaffte es jedoch nicht zu belegen, dass „Rumänen-Wolle“ mehr Geld verdient: Der Mercedes gehört offiziell Michael G. (47), der ihn den beiden Brüdern zum Fahren überlässt, das Haus gehört Bordell-Boss Karl.

Warum Wolfgang S. dort häufiger anzutreffen ist? „Ich helfe eben, wo ich kann“, sagt er grinsend. So muss er jetzt nur noch 500 Euro zahlen.

Foto: Ove Landgraf


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