Möchtegern-Muskelprotz droht Arm-Amputation

Kirill ist zu weit gegangen.
Kirill ist zu weit gegangen.

Pyatigorsk (Russland) - Kirill Tereshin aus Russland hat es definitiv übertrieben. Der 21-Jährige experimentierte solange mit chemischen Muskel-Substanzen, bis er aussah wie Popeye. Das könnte ihm aber jetzt zum Verhängnis werden.

Als der Russe begann sich eine Mischung aus Öl, Alkohol und Lidocain in die Oberarme zu spritzen, warnten ihn die Ärzte vor den möglichen Horror-Folgen. Doch Kirill hörte nicht auf, war süchtig nach den riesigen Muskeln, die plötzlich bei ihm wuchsen.

Jetzt scheint sein Experiment allerdings langsam höchst gefährlich zu werden. Nachdem er auf seinem Instagram-Account Fotos von seinen Armen gepostet hatte, meldeten sich alarmierte Mediziner zu Wort. Denn sein Bizeps ist mittlerweile schockierend lila-rot verfärbt.

Ärzte meinen, dass nicht nur die Gefahr einer Lähmung besteht. "Nicht sofort, aber er muss in Zukunft sehr wahrscheinlich mit einer Amputation rechnen", so der russische Professor Evgeny Lilin. Doch das ist nicht alles: "Eines Tages werden sich Abszesse entwickeln, dann Entzündungen und die Wahrscheinlichkeit für einen Schlaganfall steigt." Auch wenn der 21-Jährige jetzt damit aufhören würde, sich seinen selbstgemachten Chemie-Mix zu injizieren, würde die Substanz noch etwa fünf bis sieben Jahren in seinen Muskeln verbleiben.

Auch ein anderer Mediziner warnt: "In den Armen des Mannes befindet sich bereits pathologisch verändertes Gewebe. So etwas kann nicht entfernt werden."

Mittlerweile hat sich Kirill etwa sechs Liter der gefährlichen Flüssigkeit gespritzt."Etwa einen Monat lang gab es jeden Tag bis zu zehn Injektionen in jeden Arm", erklärt der Möchtegern-Popeye. Sein Bizeps hat sich dadurch auf 23 Zentimeter vergrößert. Laut eigenen Aussagen, will Kirill aufhören, wenn seine Muskeln einen Umfang von 27 Zentimeter haben. Schon jetzt wirken seine Oberarme übertrieben dick und unproportional.

Wenn er seinen Bizeps "fertiggestellt" hat, will sich der Russe dann seinem Rücken, Schultern und seiner Brust widmen. Und wofür? "Ich würde gerne mehr als eine Million Abonnenten auf Instagram bekommen und aufhören zu arbeiten", erklärt er. Er hat außerdem schon über ein Angebot nachgedacht, Pornodarsteller zu werden. "Ich liebe es bekannt zu sein."

Über seinen Gesundheitszustand macht er sich laut Daily Mail allerdings wenig Gedanken: "Ich fühle keine Beschwerden in meinen Armen. Mein Körper hat sich daran gewöhnt."


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