Wisst Ihr, wie dieser Rapper heute aussieht?

So sah Jonas Niedermowe noch 2010 aus.
So sah Jonas Niedermowe noch 2010 aus.

Löhne - Es ist erst wenige Wochen her, da machte Jonas Niedermowe alias Jonas Platin Schlagzeilen, weil er Beautybloggerin Bibi von BibisBeautyPalace ordentlich auf die Schippe genommen hat. In wenigen Tagen erscheint jetzt sein neues Album "Drogen".

Warum das Album so heißt, will Rapper Jonas Platin noch nicht verraten: "Das sollen die Leute selbst rausfinden." Auf die Frage, ob er selbst Drogen nimmt, hat er eine klare Antwort: "Nein!" Eine Sache gibt es aber, auf die er gar nicht verzichten kann und das sind Burger.

Allerdings steht er inzwischen nicht mehr so auf die Burger, der von ihm berappten Burgerkette McDonald's. Dort isst er, wenn er denn mal da ist, einen Chickenburger. Für Niedermowe sind Lekker-Burger die Alltagsdroge der Wahl, ohne die er nicht mehr leben könnte. Die Wagen der Burgerkette stehen allerdings nur rund um seine Heimat Löhne in Westfalen.

Er rappt übrigens nicht erst seit gestern. Angefangen hat alles kurz nach dem Abi 2015. Damals fällte er wichtige Entscheidungen. Anfang des Folgejahres legte er dann mit dem Rappen los. Sein Video "Ich chill' den ganzen Tag bei Mc's" wurde mehr als 230.000 Mal angesehen.

Und so sieht Rapper "Jonas Platin" heute aus.
Und so sieht Rapper "Jonas Platin" heute aus.  © Screenshot/YoutTube

Bei McDonald's in Bad Oeynhausen und beim KFC wird er von den Mitarbeitern aber übrigens erst seit der Bibi-Nummer auf Twitter erkannt, auch wenn er sonst auf der Straße eher nicht angesprochen wird. Doch das Tuscheln und die Blicke der Menschen verrieten manchmal, dass sie ihn erkennen, sagt Niedermowe.

Aber zurück zu Bibi: Bei Twitter hatte er einen angeblichen Leak von Bibis Live-Gesangskünsten hochgeladen. Bearbeitet hatte er dies aber in Wirklichkeit selbst, wie er in einem späteren Video zugab.

Mit dem Musikmachen hat er übrigens schon im zarten Alter von vier Jahren angefangen, bei der musikalischen Früherziehung in einer Musikschule in seinem damaligen Wohnort Bad Oeynhausen. Ein Jahr später legte der heute 19-jährige Jonas Niedermowe dann am Schlagzeug los und machte sogar bei "Jugend musiziert" mit.

Klavier und Trompete kamen später dazu, dann auch noch das Interesse für elektronische Musik. Weil das nicht so gut klappte, hat sich Niedermowe inzwischen eine andere Strategie überlegt: "Rappen macht mir Spaß, damit will ich mir im Musikbusiness ein Standing aufbauen. Aber ob ich das ewig mache, weiß ich nicht." Sehen könne man seine musikalischen Interessen besonders auf dem neuen Album, das am 11. August erscheinen soll, so der Rapper.

Für ihn ist klar, dass seine Musik dauerhaft im Fokus stehen soll, auch wenn er sich vielleicht mal allein auf das Produzieren von Musik konzentrieren werde. Ob er sich vorstellen könne mal Songs, wie beispielsweise Rapper Kay One, der "Louis, Louis" von Modern Talking, zu covern? - Nur wenn es ein ähnlich freundschaftlicher Kontakt wäre, wie zwischen Kay One und Dieter Bohlen, sagt Niedermowe, dann vielleicht schon. "Ansonsten will ich meine eigene Musik vermarkten. Wenn ich was produziere, dann ist das mein Song!", sagt der Musiker.

Das neue Album will er im Netz erstmal kostenlos zu Verfügung stellen. Mit seiner momentan monatlich etwa 400 bis 500 Euro. Dass sein Beruf irgendwie mit Musik zu tun haben soll, das ist seit der weiterführenden Schule für ihn klar. Auch seine Schwester studiert Musik, der Weg kam für ihn nach einem Besuch an der Uni in Mannheim, wo er eigentlich "Popmusikdesign" studieren wollte, nicht mehr in Frage.

Generell ist für ihn klar, dass Uni nicht der Königsweg ist: "Ich finde, dass man nicht unbedingt Musik oder irgendwas anderes studieren muss, um erfolgreich zu werden." Verarbeitet hat er das auch gemeinsam mit Rapper NiksDa, Bruder Jakob und KrokettenKalle im Song "Scheiss auf die Uni".

Klar ist, wenn es ohne Uni klappen soll, muss Geld her: Die Kohle, die er bei Spotify verdient, reicht zum Leben nicht aus, deshalb jobbt Niedermowe nebenbei in einer Löhner Grundschule und betreut dort die Kids, während sie darauf warten von ihren Eltern abgeholt zu werden. Das ist für ihn aber nur ein Nebenjob. Klappen soll es beruflich auf jeden Fall mit der Musik.

Und wenn das mal schiefgeht? "Dann weiß ich jetzt wenigstens, dass mir die Arbeit mit Kindern Spaß macht", sagt Niedermowe. Einen richtigen Plan B hat er nämlich nicht.


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