Vater zwingt Sohn (11) zu Sex mit Stiefmutter, um zu beweisen, dass er nicht schwul ist

Reading (Großbritannien) - Es ist unvorstellbar, durch welche Hölle ein Junge gehen musste. Der Vater des damals 11-Jährigen hatte seinen eigenen Sohn dazu gezwungen, Geschlechtsverkehr mit seiner Stiefmutter zu haben.

Ein Vater hat seinen Sohn zum Sex mit dessen Stiefmutter gezwungen. (Symbolbild)
Ein Vater hat seinen Sohn zum Sex mit dessen Stiefmutter gezwungen. (Symbolbild)  © 123RF

Immer wieder fiel das Paar über den wehrlosen Jungen her, um ihn "heterosexuell und fokussiert" zu halten. Der 11-Jährige sollte durch den Sex beweisen, dass er nicht homosexuell sei, erklärte die Anklage vor Gericht. Dies berichtet der Mirror.

Für die Taten, die über Jahre andauerten, landete das aus Personenschutzgründen namentlich nicht genannte Pärchen nun hinter Gittern. Während der Vater des missbrauchten Jungen für sechs Jahre ins Gefängnis muss, wurde seine Partnerin zu einer Strafe von neun Jahren verurteilt.

Es handelt sich um späte Gerechtigkeit, gab es doch bereits 1998 erste Anzeichen. Die Polizei hatte dem Jungen aus dem britischen Reading, als dieser nach Jahren der schrecklichen Peinigung den Mut hatte, sich zu offenbaren, allerdings keinen Glauben geschenkt und die Vorwürfe nach einer Befragung des Vaters nicht ernst genommen.

Richterin Maria Lamb erklärte, dass der Vater, der gegenüber der Polizei gelogen hatte, seinen "Sohn betrogen habe". Er habe seiner Partnerin erlaubt, den eigenen Nachwuchs sexuell zu missbrauchen. Außergewöhnlich schlimm sei dies, da der Junge durch die Vernachlässigung, die er durch seine leiblichen Mutter erfahren habe, "besonders verletzlich" gewesen sei.

Das inzwischen über 30-jährige Opfer konnte die schrecklichen Taten, mit denen zudem stets grausame Demütigungen einhergingen, auch nach all den Jahren nicht vergessen und ging erneut zur Polizei. Diesmal konnte er sich bei den Beamten Gehör verschaffen. Sein Vater und seine Stiefmutter wurden endlich festgenommen sowie verurteilt.

Laut Lamb sei der Schaden, den beide angerichtet hätten, "unakzeptabel". Das Opfer zeigte sich erleichtert. Es sei ein langer Prozess gewesen. "Viele Leute haben mich nach dem Grund gefragt. Es hat sehr lange gedauert, ehe ich mich selbst davon überzeugen konnte, dass ich die Courage habe, das alles nochmals durchzustehen", erklärte der Brite. "Wenn meine Geschichte nur eine betroffene Person erreicht, dann bin ich damit sehr zufrieden."


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