Nahverkehr in mehreren Städten im Südwesten von Warnstreiks betroffen

Stuttgart - U-Bahnen, Busse und Straßenbahnen - in mehreren Städten steht seit dem Morgen der Nahverkehr still. ver.di will so den Druck im Tarifkonflikt erhöhen. Auch Kitas, die Verwaltung und Bäder werden bestreikt.

Eine Anzeige an einer Haltestelle in Stuttgart weist auf einen Streik hin.
Eine Anzeige an einer Haltestelle in Stuttgart weist auf einen Streik hin.  © Marijan Murat/dpa

Wer mit dem öffentlichen Nahverkehr zur Arbeit oder in die Schule wollte, der muss sich in Stuttgart, Karlsruhe, Baden-Baden und Konstanz eine Alternative überlegen. Neben dem öffentlichen Nahverkehr betreffen die Warnstreiks auch Kitas, die Verwaltung und Bäder in vielen weiteren Regionen.

Die Gewerkschaft ver.di erwartet rund 10.000 Teilnehmer im Südwesten, wie ein Sprecher mitteilte. Viele Kundgebungen sollen im Laufe des Tages stattfinden.

In der Landeshauptstadt betreffe der Warnstreik alle Stadtbahnen und Busse der Stuttgarter Straßenbahnen (SSB), wie das Unternehmen mitteilte. Die S-Bahn Stuttgart sei nicht vom Warnstreik betroffen.

Schüsse in Wohnhaus: Drei Tote und zwei Schwerverletzte
Baden-Württemberg Schüsse in Wohnhaus: Drei Tote und zwei Schwerverletzte

Sie wird von der Deutschen Bahn bedient. Auch einzelne Buslinien, die von Auftragsunternehmen betrieben werden, sollen fahren. Besonders der Busverkehr ist in der Region Karlsruhe eingeschränkt. Bis auf wenige Ausnahmen stehen die Busse im Depot.

Im Karlsruher Verkehrsverbund sind die Albtalverkehrsgesellschaft AVG (Solidaritätsstreik) und die Verkehrsbetriebe Karlsruhe VBK gemeinsam zum Arbeitskampf aufgerufen.

Auch die meisten Tram-Linien und manche Stadtbahn-Linien stehen in der Fächerstadt still.

Druck auf Arbeitgeber soll erhöht werden

Mit den Warnstreiks will ver.di vor der dritten Verhandlungsrunde Ende März den Druck auf die Arbeitgeber nochmals erhöhen. ver.di und der Beamtenbund dbb fordern 10,5 Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 500 Euro mehr im Monat. Die Arbeitgeberseite hatte die Forderungen als "nicht leistbar" abgelehnt.

Bereits seit Wochen bekommen viele Bürgerinnen und Bürger im Südwesten die Warnstreiks im öffentlichen Dienst zu spüren. Schon am Montag und Dienstag in dieser Woche wurde gestreikt.

Nach Angaben von ver.di gingen rund 3500 Streikende unter anderem in Aalen, Heidenheim und Tübingen auf die Straße. Nach dem Mittwoch sollen auch am Donnerstag weitere Warnstreiks folgen.

Titelfoto: Marijan Murat/dpa

Mehr zum Thema Baden-Württemberg: