Ramadan in Bayern: Rund 600.000 Muslime fasten

München - Für rund 600.000 Muslime in Bayern beginnt am heutigen Samstag der Fastenmonat Ramadan.

Im Ramadan dürfen Muslime nur nach Sonnenuntergang essen und trinken.
Im Ramadan dürfen Muslime nur nach Sonnenuntergang essen und trinken.  © Fernando Gutierrez-Juarez/dpa-Zentralbild/dpa

In dieser Zeit stehe die Gemeinschaft, die Solidarität mit Armen und Bedürftigen und die Hilfsbereitschaft im Mittelpunkt, teilte der Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) mit.

Während des Fastens verzichten gläubige Muslime auf Essen, Trinken, Rauchen und Sex.

Wegen der anstehenden Corona-Lockerungen können dieses Jahr große Gemeinden wieder gemeinsame Iftar-Veranstaltungen organisieren, wie Tahir Aksu, der einer Moscheegemeinde des deutschen Islamrats in Bayern zugehört, sagte.

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Jede Gemeinde werde aber ihre eigenen Feste feiern. Unter dem Iftar wird das feierliche Fastenbrechen nach Sonnenuntergang verstanden.

Der Ramadan ist der neunte Monat im islamischen Mondkalender und verschiebt sich nach Angaben des VIKZ pro Jahr um elf Tage. Dadurch gehe der Fastenmonat durch alle Jahreszeiten. Auch die tägliche Fastendauer sei unterschiedlich, da sie vom Anbruch der Morgendämmerung und dem Sonnenuntergang abhängig sei.

So breche ein Münchner sein Fasten rund eine Viertelstunde vor einem Flensburger im Norden.

Titelfoto: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa-Zentralbild/dpa

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