Erpressung und Betrug: Fälle von Cyber-Kriminalität kosten NRW 24 Millionen Euro

Düsseldorf - Unter anderem bedingt durch die Corona-Pandemie ist die Zahl an Cybercrime-Fällen in Nordrhein-Westfalen laut Landeskriminalamt 2021 stark angestiegen.

Für den allgemeinen Anstieg an Cybercrime-Delikten macht das LKA auch die Corona-Pandemie verantwortlich.
Für den allgemeinen Anstieg an Cybercrime-Delikten macht das LKA auch die Corona-Pandemie verantwortlich.  © Oliver Berg/dpa

Mit 30.115 Fällen gab es rund 24 Prozent mehr als 2020. Der Gesamtschaden stieg auf rund 24,2 Millionen Euro, so das jetzt veröffentlichte LKA-Lagebild Cyberkriminalität. Ein hohes Dunkelfeld existiere bei Schäden durch digitale Erpressung.

Die Anzahl der ermittelten Tatverdächtigen insgesamt erhöhte sich laut LKA um gut 17 Prozent auf 6056. Die am häufigsten verzeichneten Delikte seien unter anderem Computerbetrug und das Ausspähen von Daten gewesen.

Das LKA geht zudem davon aus, dass es zahlreiche Erpressungen durch sogenannte Ransomware gegeben hat. Dafür verschlüsseln Hacker die Server von Unternehmen oder Institutionen und verlangen Lösegeld. Die Ermittler vermuten, dass viele Firmen bezahlen - und die Polizei nicht informieren.

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Zuletzt war die Uni Duisburg-Essen Opfer einer Hacker-Attacke und Erpressung geworden. Die Hochschule erstattete Anzeige und machte den Vorgang öffentlich.

Pandemie sorgt für breitere Nutzung von Onlinediensten

Für den allgemeinen Anstieg an Cybercrime-Delikten macht das LKA auch die Corona-Pandemie verantwortlich: Große Teile der Bevölkerung hätten "bedeutend mehr Zeit" mit der Nutzung von Onlinedienste verbracht.

"Mit einer breiteren Nutzung von digitalen Dienstleistungen, z.B. Online-Banking und -Shopping, eröffnete sich für Cyberkriminelle ein weites Feld für kriminelle Aktivitäten."

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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