Nach Attacken von Klima-Aktivisten: NRW-Landtag verschärft Kontrollen bei Besuchern

Düsseldorf - Protestaktionen von Klima-Aktivisten mit Klebstoff, Suppe oder Kartoffelbrei haben nicht nur Museen weltweit alarmiert. Der Landtag in NRW hat ebenfalls Vorkehrungen getroffen, um seine wertvolle Kunst zu schützen.

Der Landtag in NRW hat die Taschenkontrollen bei Besuchern verschärft.
Der Landtag in NRW hat die Taschenkontrollen bei Besuchern verschärft.  © Jan-Philipp Strobel/dpa

Nach spektakulären Attacken von Klima-Aktivisten auf Kunstwerke in Museen hat auch der Landtag in Nordrhein-Westfalen Taschenkontrollen bei Besuchern verschärft.

Gepäckstücke und Mäntel werden händisch unter anderem auf Klebstoffe und weitere auffällige Flüssigkeiten durchsucht. Das berichtete Landtagssprecher Stephan Malessa auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf.

Zudem müssten Taschen, Rucksäcke und Mäntel unmittelbar nach Betreten des Gebäudes an der Garderobe abgegeben werden. "Besuchergruppen werden während ihres Aufenthalts durch das Haus dauerhaft begleitet."

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Schon bisher seien Taschen und Mäntel auf verbotene Gegenstände wie Waffen, Messer oder Reizgassprays geprüft worden. "Bei Kontrollen am Eingang des Landtags werden immer wieder Küchenmesser, Cuttermesser oder Reizgassprays gefunden", bilanzierte Malessa. "Darüber hinaus wurden in der Vergangenheit auch schon Springmesser und Einhandmesser gefunden." Klebstoff-Funde seien jüngst nicht dabei gewesen.

Dennoch hat der Düsseldorfer Landtag besonderen Anlass für erhöhte Sensibilität: Schon vor den radikalen Klebe-Aktionen in Museen hatten sich vier Klima-Aktivisten der Gruppe "Extinction Rebellion" - angemeldet als "Tanzgruppe Ruhrgebiet" - dort im vorletzten Jahr an einer Scheibe festgeklebt.

Titelfoto: Jan-Philipp Strobel/dpa

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