Neue Hochwasserrisiko-Untersuchung: Diese NRW-Stadt ist besonders gefährdet!

Bonn/Berlin - Bonn hat nach einer Erhebung der Versicherungswirtschaft die meisten hochwassergefährdeten Gebäude in Nordrhein-Westfalen (NRW). Dort sind 4,2 Prozent der Adressen gefährdet. Bundesweit liegt NRW im Mittelfeld.

Die Bundesstadt Bonn ist in NRW die am meisten hochwassergefährdete Stadt. Hier ein Rhein-Hochwasser von 2021.
Die Bundesstadt Bonn ist in NRW die am meisten hochwassergefährdete Stadt. Hier ein Rhein-Hochwasser von 2021.  © Marius Becker/dpa

Insgesamt über 28.000 Adressen in NRW sind laut einer Untersuchung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hochwassergefährdet.

Dabei handele es sich um Wohnhäuser, gewerbliche Bauten sowie landwirtschaftliche oder öffentliche Gebäude, teilte der GDV am Dienstag in Berlin mit. Die Gebäude lägen in festgesetzten Überschwemmungsgebieten oder in Hochwassergefahrenflächen. NRW hat insgesamt rund 4,4 Millionen Adressen.

Die meisten hochwassergefährdeten Gebäude in NRW liegen demnach in der Stadt Bonn. Von den über 63.000 Adressen im Gebiet der Stadt am Rhein sind rund 2700 (4,2 Prozent) betroffen.

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Es folgen die Kreise Höxter mit 960 Gebäuden (2 Prozent) und Euskirchen mit 1240 Gebieten (1,8 Prozent) in Überschwemmungsgebieten.

NRW liegt bundesweit auf Platz zehn im deutschen Überschwemmungsgebiet-Ranking

Welche schlimmen Folgen Überschwemmungen haben können, hat das Jahrhundert-Hochwasser im Ahrtal im Jahr 2021 aufgezeigt. Die Region ist nach wie vor gezeichnet von der Naturkatastrophe.
Welche schlimmen Folgen Überschwemmungen haben können, hat das Jahrhundert-Hochwasser im Ahrtal im Jahr 2021 aufgezeigt. Die Region ist nach wie vor gezeichnet von der Naturkatastrophe.  © Boris Roessler/dpa

"Aufgrund des Klimawandels und damit häufiger auftretenden Wetterextremen sind Schäden in Milliardenhöhe vorprogrammiert", erklärt die stellvertretende GDV-Hauptgeschäftsführerin Anja Käfer-Rohrbach.

Der Verband fordert daher ein gesetzliches Bauverbot in Überschwemmungsgebieten. Die bisherigen Regelungen ließen zu viele Ausnahmen zu.

Der Verband hat untersuchen lassen, wie viele der rund 22,4 Millionen Adressen in Deutschland in betroffenen Gebieten liegen und wie sie sich auf die Bundesländer und Landkreise verteilen.

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Nordrhein-Westfalen liegt mit Platz zehn und 0,51 Prozent Adressen im Überschwemmungsgebiet im Mittelfeld.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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