NRW-Polizei bereitet sich auf Blackout vor - mit Satellitentelefon und Kurbel-Radio

Düsseldorf - Die Polizei in Nordrhein-Westfalen bereitet sich bereits seit einiger Zeit auf einen sogenannten Blackout, einen großflächigen, langanhaltenden Stromausfall vor.

Die Notstromversorgung der Polizei in Nordrhein-Westfalen soll weiter ausgebaut werden.
Die Notstromversorgung der Polizei in Nordrhein-Westfalen soll weiter ausgebaut werden.  © David Young/dpa

Ziel sei es, alle internen und externen Arbeitsabläufe möglichst unbeeinflusst fortsetzen zu können, um Sicherheit und Ordnung auch unter widrigen Bedingungen aufrechtzuerhalten, teilte das NRW-Innenministerium auf Anfrage mit. Im April habe es dazu einen Erlass gegeben.

So werde die Notstromversorgung der Polizei weiter ausgebaut. Polizeieigene Tankstellen sollen auch bei Stromausfall in Betrieb bleiben. Die Treibstoffvorräte sollen aufgestockt werden.

Obwohl der von der Polizei Nordrhein-Westfalen genutzte Digitalfunk über mehrere Rückfallebenen abgesichert sei, seien mehr als 100 Satellitentelefone angeschafft worden. Zudem seien Notfallpläne erstellt worden.

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Neben der Erreichbarkeit der Polizei komme der Warn- und Nachrichtenübermittlung im Falle eines großflächigen Stromausfalls große Bedeutung zu.

So könne die Bevölkerung sich mit batteriebetriebenen oder dynamobetriebenen Kurbel-Radios informieren.

Mit Quiz schon jetzt online auf den Ernstfall vorbereiten

Experten und Netzbetreiber hatten einen Blackout aufgrund der Gasmangellage zuletzt als sehr unwahrscheinlich eingestuft.
Experten und Netzbetreiber hatten einen Blackout aufgrund der Gasmangellage zuletzt als sehr unwahrscheinlich eingestuft.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Mit einem Quiz könnten sich die Menschen schon jetzt online auf den Fall vorbereiten. Die Polizei habe ihrerseits die Möglichkeit, die Bevölkerung mit Lautsprecher-Durchsagen zu informieren.

Das Land NRW habe in den Jahren 2018-2020 insgesamt 25 Feuerwehr-Anhänger mit großen Notstromaggregaten beschafft und flächendeckend im Land stationiert. In einem nächsten Schritt sollen 75 weitere Notstromaggregate beschafft werden.

Die allgemeine Zuständigkeit für den Katastrophenschutz liege aber bei den Kreisen und kreisfreien Städten, die Bedarfspläne und Risikoanalysen erstellen müssten, teilte das Innenministerium weiter mit.

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Experten und Netzbetreiber hatten einen Blackout im Fall einer Überlastung des Stromnetzes durch eine Gasmangellage zuletzt als sehr unwahrscheinlich eingestuft.

Titelfoto: David Young/dpa

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