Räumungspläne für Braunkohle-Dorf Lützerath werden konkret, Kommune am Zug

Lützerath - Die Polizei plant, das von Aktivisten besetzte Braunkohle-Dorf Lützerath Anfang des kommenden Jahres zu räumen.

Lützerath soll zur Kohlegewinnung abgebaggert werden. In den Häusern leben Aktivisten, die um den Ort kämpfen wollen.
Lützerath soll zur Kohlegewinnung abgebaggert werden. In den Häusern leben Aktivisten, die um den Ort kämpfen wollen.  © David Young/dpa

"Voraussichtlich wird die Räumung im Januar stattfinden", sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Düsseldorf am Samstag. Konkret werde darüber entschieden, wenn ein Vollstreckungsersuchen von der Kommune vorliege. Zuvor hatte der Spiegel darüber berichtet.

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (70, CDU) hatte am Donnerstag einen Großeinsatz angekündigt, bei dem mit einem Schlag Besetzer weggebracht, Barrikaden beseitigt, Häuser abgerissen und Bäume gerodet werden sollen.

Laut dem Ministeriumssprecher muss sich die zuständige Kommune - also die Stadt Erkelenz - mit einem Vollstreckungsersuchen an die Polizei wenden.

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Lützerath soll zur Kohlegewinnung abgebaggert werden. In den Häusern, deren einstige Bewohner weggezogen sind, leben Aktivisten, die um den Ort kämpfen wollen.

Die grün geführten Wirtschaftsministerien in Bund und NRW hatten Anfang Oktober mit dem Energiekonzern RWE einen auf 2030 vorgezogenen Kohleausstieg im Rheinischen Revier vereinbart.

Titelfoto: David Young/dpa

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