Schock an NRW-Uni: 380 Stellen sollen Explosion der Energiekosten zum Opfer fallen

Bochum - Die Ruhr-Universität Bochum will wegen der drastisch gestiegenen Energiekosten bis zu 380 Stellen einsparen.

Infolge der Preisexplosion für Gas und Strom hat die Ruhr-Universität Bochum bereits mehrere zentrale Maßnahmen zum Energiesparen ergriffen.
Infolge der Preisexplosion für Gas und Strom hat die Ruhr-Universität Bochum bereits mehrere zentrale Maßnahmen zum Energiesparen ergriffen.  © picture alliance / Henning Kaiser/dpa

Betroffen seien die zentrale Verwaltung sowie zentrale Betriebseinheiten, zu denen etwa Bibliotheken, IT-Services oder auch der Botanische Garten gehörten, sagte ein Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Der wissenschaftliche Bereich bleibe unberührt.

Stellen, die bis Ende Mai 2023 durch Rente oder Jobwechsel frei werden, sollten nicht mehr nachbesetzt werden. Nach derzeitiger Einschätzung sei mit maximal 380 Stellen zu rechnen. Der WDR hatte über den Schritt berichtet.

Laut Hochschul-Mitteilung vom Dienstag handelt es sich nicht um eine Stellen-Streichung, sondern einen einmaligen, sechsmonatigen Einstellungsstopp. Ziel der temporären Maßnahme seien Einsparungen in Höhe von sieben Millionen Euro. Man brauche deutlich mehr Unterstützung vom Bund und vom Land NRW.

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Infolge der Preisexplosion für Gas und Strom hat die RUB auch mehrere zentrale Maßnahmen ergriffen. So werde die Raumtemperatur von 21 auf 19 Grad heruntergeregelt, die Flur- und Außenbeleuchtung reduziert.

An jeden Einzelnen richte sich zudem der Appell, individuell über sparsames Verhalten einen Beitrag zu leisten, erläuterte der Unisprecher am Dienstag.

Titelfoto: picture alliance / Henning Kaiser/dpa

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